Apfelschober

Apfelschober (babyspeck.at)
Ein Schober ist eine typisch oberösterreichische Mehlspeise – eine Art Kuchen aus sehr einfachem Teig und in einer Auflaufform gebacken anstatt in einer Kuchenform. Außerdem kommen viele Schober, genau wie dieser Apfelschober, ohne Zucker aus.  Die Süße kommt ausschließlich von den Äpfeln. Deshalb ist er auch für Babys geeignet. Außerdem ist er eher fest, weshalb ihn die Kleinen gut in der Hand halten können – super für Baby led weaning also! Wer möchte, kann den Apfelschober beim Servieren für die Erwachsenen und größeren Kinder mit Staubzucker bestreuen. Das haben wir dieses Mal aber nicht gemacht.

Wie immer wenn es Mehlspeisen gibt, war der Babyhase begeistert. Wir hatten davor eine Suppe und den Apfelschober als süße Hauptspeise. Von der Suppe hat der Zwerg nur ein paar „Anstandslöfferl“ gekostet und sich den großen Hunger für den Schober aufgehoben. Früher hat er sich einfach am ersten Gericht sattgegessen, wenn es ihm geschmeckt hat, egal was danach noch gekommen ist. Mittlerweile hat sich das geändert. Mit seinen drei Jahren weiß er schon gut, dass nur eine gewisse Menge an Essen in seinem Bauch Platz hat und wartet auf den nächsten Gang, wenn er weiß, dass es eine Mehlspeise gibt.

Apfelschober

Zubereitungszeit: insgesamt ca. 1 Stunde (Vorbereitungszeit: ca. 20 Minuten, Backzeit: ca. 35-40 Minuten)

Zutaten (für 2 Erwachsene und 1 Baby oder Kleinkind als süße Hauptspeise)

  • 500 g Äpfel
  • 2 El Zitronensaft
  • 3 Eier
  • 250 ml Milch
  • 200 g glattes Mehl (Weizen oder Dinkel)
  • 3 El neutrales Pflanzenöl
  • 2 El Öl zum Ausfetten der Form
  • Salz (optional, siehe Tipps unten)

Zubereitung:

  1. Backrohr auf 190°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  2. Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und in 1 cm große Stücke schneiden.
  3. Äpfel mit Zitronensaft beträufeln und zur Seite stellen.
  4. Eier trennen.
  5. Dotter (Eigelb) mit der Milch und 3 El Öl verquirlen.
  6. Mehl sieben und langsam hinzufügen.
  7. Eiklar (Eiweiß) zu festem Schnee schlagen und vorsichtig (am besten mit einem Schneebesen) unter den Teig heben.
  8. Teig optional salzen.
  9. Eine große Auflaufform mit dem restlichen Öl bestreichen, Äpfel darin verteilen und mit Teig übergießen.
  10. Apfelschober bei 190°C auf unterster Schiene ca. 35-40 Minuten backen, bis der Teig goldgelb und durchgebacken ist.

Tipps:

  • Serviertipp: Traditionellerweise wird der Schober mit wenig Staubzucker bestreut noch warm serviert und als Hauptspeise gegessen. Als Kinder haben wir immer Milch dazu getrunken. Im Babyalter haben wir aber bei unseren Zwergen sowohl auf Zucker als auch auf Milch (als Trinkmilch) verzichtet. Wenn man will, kann man auch Vanillesauce dazu servieren. Natürlich kann man den Apfelschober auch als einfache Nachspeise essen.
  • Für unterwegs: Der Apfelschober schmeckt auch kalt und ist deshalb gut zum Mitnehmen für unterwegs geeignet. Ebenso schmeckt er als schnelles Frühstück am nächsten Tag.
  • Salz in Mehlspeisen: Süßspeisen schmecken meiner Meinung nach einfach runder und besser, wenn man ihnen eine kleine Prise Salz hinzufügt. Als der Babyhase ein wirklicher BLW-Anfänger war, habe ich das Salz komplett weggelassen. Später habe ich solche Süßspeise aber wieder ganz leicht gesalzen – im Gegensatz zu herzhaften Gerichten, die man bei Bedarf nachsalzen kann. Die Menge an Salz, die das Baby dabei bekommt ist sehr gering und ich habe einfach darauf geachtet, bei den anderen Speisen auf Salz zu verzichten.
  • Infos zum Thema Milch, Eier und Glutenhaltiges für Babys findest du hier.
  • Mehr Mehlspeisen: Ihr esst auch so gerne Mehlspeisen oder „Süßes“ als Hauptspeise? Dann probiert doch auch unsere Heidelbeer-Datschi, Grießschnitten, Hafermilchreis oder Reisauflauf mit Früchten.

9 comments on “Apfelschober”

  1. Petra Antworten

    Unser Florian und ich haben heute den Apfelschober ausprobiert und er ist einfach herrlich. Florian hat ihn gleich warm gegessen und konnte gar nicht mehr aufhören. Danke für das leckere Rezept.

  2. Caroline Antworten

    Hallo,
    ich habe das Rezept ausprobiert und es war so lecker! Unser Sohn (21 Monate) konnte garnicht genug von bekommen.

    Viele Grüsse,
    Caro

  3. Lille Antworten

    Hallo,
    bei uns hat das irgendwie nicht geklappt. Die Äpfel haben und angepappt und irgendwie ist alles auseinander gefallen. Mh. Wir haben es dann als ein „Apple Crumble“ gegessen. Lecker wars trotzdem, aber keine Chance daraus Schnitten zu schneiden.

    • Iris Antworten

      Hallo Lille,
      komisch. Der Schober sollte die Konsistenz von einem Rührkuchen haben und sich auch so wie ein Kuchen schneiden lassen. Vielleicht lag’s an den Äpfeln? Oder am Mehl? Ansonsten kann ich mir das auch nicht erklären.

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