Das Frühstücksei

„Das Frühstücksei“, ein Gastbeitrag von Einer schreit immer – die ungeschminkte Wahrheit über Zwillinge.

Frühstücksei. Gastbeitrag von einerschreitimmer.com auf babyspeck.at

Meine liebe Nachbarin hat kürzlich ihren 80igsten Geburtstag gefeiert. Sie ist eine kluge, weise  und witzige Frau, die immer wieder Anekdoten aus ihrem bewegten Leben zum Besten gibt. Sie handeln von Zelt-Urlauben mit einem 2CV, von verdächtigen Menschen, die in Import-Export-Geschäften tätig waren, und von angeröstetem Gemüse (aber das ist eine ganz andere Geschichte).

Oft wiederholen sich die Stories, manchmal sind sie neu. Und dementsprechend sind die neuen Geschichten besonders spannend. So erzählte sie kürzlich die Begebenheit vom Frühstücksei. Diese Geschichte trug sich im Jahr 1898 (Ja – echt kein Tippfehler!!!) zu. In den Hauptrollen: Der Vater meiner Nachbarin, Arnold, und sein kleiner Bruder Maximilian.

Jetzt muss man wissen, dass der kleine Arnold damals ungefähr 6 Jahre alt war und sein kleiner Bruder Maximilian vielleicht 4. Und als das Geschwisterpaar zum Urlaub bei der Großmutter am Lande war, trug sich folgendes zu: Der kleine, dünne, Maximilian, bekam stets zur Kräftigung (er war ja so extrem dünn), ein Frühstücksei. Und der kleine Arnold nicht. Der saß sabbernd am Esstisch und schaute seinem Bruder zu, wie der genüsslich Eigelb in sich hineinlöffelte und spitzbübisch seinen Bruder unter dem Tisch anstieß.

Das muss zu einer Art Kindheitstrauma geführt haben: Der längst große Arnold erzählte oft und viel von dieser grausamen Ungerechtigkeit, die ihm als kleines Kind wiederfahren war. Meistens sprach er beim Frühstück darüber. Und die Geschichte berichtete er wohl so blumig und emotional, dass nun seine 80-jährige Tochter auch im Jahr 2015 immer noch davon spricht. Man merke: Das war vor 117 Jahren!

Was will uns diese kleine Parabel sagen?
Wenn Kindern Ungerechtigkeit widerfährt, so kann das Jahrhunderte lange Folgen haben.

Nun noch fünf Tipps für das perfekte Frühstücksei:

Ich liebe ja weiche Eier. Leider ist es gar nicht so einfach den perfekten Zeitpunkt abzuwarten, bis ein Ei wirklich wunderbar weich ist. Aber so gelingt es bestimmt:

  1. Eier sollte man nie direkt aus dem Kühlschrank in kochendes Wasser geben, sie sollten immer Zimmertemperatur haben.
  2. Ob man das Frühstücksei ansticht oder nicht ist relativ egal, das haben sogar Studien ergeben. Wichtig ist allerdings, Eier immer in KOCHENDES Wasser zu legen.
  3. Springt ein Ei beim Kochen oder beginnt während des Kochens auszulaufen, so gibt man einen Schuss Zitronensaft oder Essig ins Wasser. Meist lässt sich dadurch schlimmeres Übel verhindern und das Ei kann problemlos weitergekocht werden.
  4. Anschließend Ei kochen. Auch das klingt einfacher als es ist. Kochzeit variiert von der Größe des Eies für mittelgroße Eier gilt:
    Weiches Ei: 3-5 Minuten
    Wachsweiches Ei: ca. 5-8 Minuten
    Hartes Ei: 9 Minuten
  5. Ei abschrecken. Vor allem weiche Eier garen nach – und beim perfekten Frühstücksei wollen wir das natürlich nicht.

Auf Einer schreit immer – Die ungeschminkte Wahrheit über Zwillinge bloggt Anneliese Attersee über ihr Leben mit Zwillingen. Wunderbar lustig und zum Schreien komisch, ist ihr Blog auch für Mamas von „Einlingen“ absolut lesenswert!

Wir danken Anne von Einer schreit immer für ihren Gastbeitrag und die Jahrhunderte alte Anekdote über das Frühstücksei!

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