Dinkelvollkorn-Pizzateig

Dinkelvollkorn-Pizzateig (babyspeck.at)
Puh, Leute, ich habe in letzter Zeit so viel Arbeit, dass ich kaum zum Kochen komme… oder zum Bloggen! Leider! Eigentlich hätte ich abends schon Zeit, um zumindest was Schnelles zuzubereiten. Aber wenn ich untertags keine freie Minute habe, um mir über mögliche Gerichte Gedanken zu machen und ich dann müde bin, fällt es mir einfach schwer, mich noch in die Küche zu stellen. Kennt ihr, oder? Egal ob es die Arbeit ist oder das Baby oder Kind(er), was einen gerade fordert, man wird dann einfach einfallslos. Also ich zumindest. Ich stehe vor dem Kühlschrank und in meinem Kopf herrscht gähnende Leere. Außer Spiegeleier fällt mir nix ein. Glücklicherweise habe ich einen gern kochenden Mann. Nur hat der momentan auch nicht weniger Stress als ich und deshalb ist bei uns in letzter Zeit die Küche öfter kalt geblieben. Gott sei Dank gibt es die Wochenenden, wo sich kulinarisch wieder etwas mehr tut und ich auch gerne, für „magere“ Zeiten vorkoche und etwas einfriere. Wenn das Wetter so schön ist, wie vor ein paar Tagen, dann hält mich aber auch nix in der Küche. 😉

Aber eine Pizza ist sich ausgegangen. Zum ersten Mal habe ich eine mit Dinkelvollkorn-Pizzateig gemacht. Ich habe schon öfter Pizza mit Vollkornteig gegessen und war eigentlich fast immer enttäuscht. Vielleicht liegt es an meiner Erwartungshaltung. Wenn ich an Pizza denke, habe ich einen bestimmten Geschmack im Kopf und eine Vollkornpizza schmeckt eben nicht so, wie ich es erwarte. Das Resultat war bisher immer mäßige Begeisterung. Diesmal war das anders und ich weiß jetzt auch, warum. Immer wenn ich Vollkornpizza gegessen habe, war das eine dicke Blechpizza. Der Vollkorngeschmack des Teiges hat dann (für mich) alle anderen Geschmäcker überdeckt und ich hatte das Gefühl, nur Mehl im Mund zu haben. Ich habe aber diesmal meinen Pizzaboden ganz dünn ausgerollt, so wie ich es auch bei der „konventionellen“ Pizza am liebsten mag. Also habe ich anstatt einer dicken, zwei dünne Pizzen gemacht und ich war wirklich positiv überrascht. Die Dinkelvollkorn-Pizza hat mir echt gut geschmeckt und mich hat gar nichts gestört. Also wenn ihr bisher auch keine Fans von Vollkornpizza wart, probiert es mal mit dünner Pizza aus. Das macht wirklich einen riesen Unterschied!

Dieser Pizzateig ist übrigens auch für Babys geeignet. Der Babyhase hatte mit nicht einmal 7 Monaten auch schon seine erste Pizza und zwar vor fast genau 2 Jahren zu Ostern daheim bei meiner Mama. Sie hat ihm extra einen kleinen Teig ohne Salz gemacht und ihn mit ungesalzener Tomatensauce und weichem Gemüse belegt. Den Käse hat sie auch weggelassen. Der Babyhase war begeistert und meine Eltern waren ganz hin und weg, mit wie viel Freude er sie probiert hat. 😀

Dinkelvollkorn-Pizzateig

Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten, Rastzeit: mind. 30 Minuten

Zutaten (für eine dicke oder zwei dünne Blechpizzen):

  • 300 g Dinkelvollkornmehl
  • 1/2 Packung Trockengerm (Trockenhefe)
  • 2 El neutrales Pflanzenöl (z.B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
  • 160-180 ml warmes Wasser
  • Salz (optional)
  • etwas Mehl und wenig Öl zum Verarbeiten

Zubereitung:

  1. Mehl in eine große Rührschüssel sieben.
  2. Trockengerm und Öl (und optional Salz) hinzufügen.
  3. Das Wasser nach und nach einfließen lassen und mit den Knethaken des Handmixers auf kleiner Stufe langsam einrühren (oder eine Küchenmaschine benutzen).
  4. Wenn das ganze Wasser vom Mehl aufgesaugt wurde, den Teig auf höherer Stufe durchmixen, bis er sich vom Schüsselboden löst. Sollte er zu trocken sein, langsam etwas mehr Wasser hinzufügen, bis ein geschmeidiger Teig entsteht.
  5. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal gut durchkneten.
  6. Teig dünn mit Öl bestreichen und zugedeckt in einer Schüssel an einem warmen Ort mindestens 30 Minuten gehen lassen bis sich das Volumen ca. verdoppelt hat.
  7. Teig in zwei Hälften teilen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen.
  8. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, nach Lust und Laune belegen und bei 230°C (Ober-/Unterhitze) auf unterster Schiene backen, bis der Teig knusprig und durchgebacken ist (ca. 12-15 Minuten). Achtung: Jeder Ofen backt anders! Ich empfehle daher den Teig im Auge zu behalten, damit er nicht verbrennt. Nach Bedarf die Pizza früher herausnehmen oder die Temperatur etwas reduzieren.
  9. Mit der zweiten Teighälfte genauso verfahren.

Tipps:

  • Pizzabelag für Babys: Wir haben, als der Babyhase BLW-Anfänger war, eigentlich relativ oft Pizza gegessen. Sie lässt sich einfach so gut festhalten und zerfällt nicht sofort. Deshalb war sie für unseren Essanfänger besonders spannend. Außerdem kann man sie individuell belegen, sodass für jeden Geschmack und für jedes Alter etwas dabei ist. Während auf der Pizza für uns Erwachsene oft auch Kapern, Sardellen, Salami und Käse zu finden waren, haben wir den Teil für unseren Zwerg etwas anders zubereitet. Wir haben Tomatensauce ohne Salz verwendet, sie mit Gemüse belegt und anfangs auch auf den Käse verzichtet, da Käse für Babys unter einem Jahr nur in sehr geringen Mengen geeignet ist. Erst als der Babyhase auf den ersten Geburtstag zugegangen ist, haben wir Käse angeboten. Mozzarella eignet sich dafür gut, weil er sehr salzarm ist.
  • Dicke oder dünne Blechpizza: Mir schmeckt die dünne Version ja viel besser, aber wer gern dicke Blechpizza isst, braucht den Teig nicht zu teilen und kann ihn einfach dicker ausrollen. Die Backzeit verlängert sich dadurch natürlich dementsprechend.

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