Grießschnitten

BLW-Rezept für Grießschnitten auf babyspeck.at, Fingerfood für Baby led weaning ab 6 Monate, Süßes Babyrezept ohne Zucker

Die Grießschnitten könnte ich jeden Tag essen. Eingraben könnte ich mich darin. Und damit zudecken. Ich geb’s zu. Ich streu mir immer ein bisschen Staubzucker drauf. Denn wie alle Babyrezepte auf unserem Blog kommen auch die Grießschnitten komplett ohne zugesetzten Zucker oder Zuckerersatz aus und sie schmecken trotzdem herrlich. Der Babyhase findet das auch und vermisst auch den Staubzucker nicht. Wir essen die Grießschnitten meistens als Hauptgericht mit Kompott oder Apfelmus und davor eine Suppe. Das Obst verleiht noch zusätzlich ein bisschen Süße.

Die Grießschnitten eignen sich für BLW-Anfänger ab 6 Monaten. Sie liegen gut in der Hand, sind außen leicht knusprig und innen schön weich. Glutenhaltiges Getreide, Eier und Milch in Form eines Milch-Getreidebreies (die Grießschnitten sind nix anderes als ein fester, gebratener Milch-Getreidebrei) sind für Babys dieses Alters grundsätzlich geeignet. Glutenhaltiges sollte man allerdings langsam einführen und Eier auch nur in Maßen anbieten. Will heißen: hin und wieder kann man ein solches Gericht kleinen BLW-Babys ruhig anbieten, aber nicht jeden Tag.

Besonders in unserer Baby led weaning Anfangszeit habe ich Gerichte mit Rastzeit – wie diese Grießschnitten – sehr gern gemacht. Der Babyhase hat nämlich bis er fast ein Jahr alt war tagsüber nur auf mir oder beim Spazierengehen im Tragetuch geschlafen. Kochen konnte ich also nur, wenn er wach war. Da war er zwar eine Zeit lang sehr geduldig, aber eben nicht ewig. Also war „Kochen auf Raten“ für mich die beste und auch stressfreiste Lösung. Ich habe z.B. morgens oder am Vortag die Grießmasse vorbereitet und dann mit meinem Baby gespielt, bin mit ihm spazieren gegangen oder habe andere Dinge erledigt. Später musste ich die Grießschnitten nur noch herausbraten.

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten / Rastzeit: ca. 30 Minuten 

Zutaten (für 2 Erwachsene und 1 Baby):

  • 1/2 l Milch
  • 50 g Butter
  • 150 g Grieß
  • 2 Eier
  • eine Prise echte Vanille (z.B. aus der Vanillemühle)
  • geriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
  • eine Prise Salz (optional, siehe Tipps unten)
  • 2 El neutrales Pflanzenöl und 2 El Butter zum Herausbraten

Zubereitung:

  1. Milch mit Butter in einem Topf zum Kochen bringen, optional leicht salzen.
  2. Hitze reduzieren, damit die Milch nicht überkocht, Grieß einrieseln lassen und dabei ständig umrühren, damit die Masse nicht klumpt.
  3. Unter Rühren so lange köcheln, bis der Grieß eindickt und sich vom Topfboden löst (ca. 2-3 Minuten).
  4. Topf von der Hitze nehmen und die Eier so rasch wie möglich unterheben.
  5. Grießmasse fingerdick auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und auskühlen lassen (etwa 30 Minuten, siehe Tipps unten).
  6. Kalte, fest gewordene Masse in Streifen schneiden oder wie bei den lustigen Polentatalern verschiedene Formen und Figuren ausstechen.
  7. Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen und Grießschnitten darin bei mittlerer Hitze beidseitig goldgelb braten. Vorsichtig wenden, damit die Schnitten nicht zerfallen.

Tipps:

  • Salz: Süßspeisen schmecken einfach runder und besser, wenn man ihnen eine kleine Prise Salz hinzufügt. Als der Babyhase ein wirklicher BLW-Anfänger war, habe ich das Salz komplett weggelassen. Später habe ich solche Süßspeise aber wieder ganz leicht gesalzen – im Gegensatz zu herzhaften Gerichten, die man bei Bedarf nachsalzen kann. Die Menge an Salz, die das Baby dabei bekommt ist sehr gering und ich habe einfach darauf geachtet, bei den anderen Speisen auf Salz zu verzichten.
  • Die Grießschnitten sind gut vorzubereiten. Du kannst z.B. die Grießmasse zubereiten, die ausgekühlten Schnitten bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren und sie erst dann herausbraten.
  • Infos zum Thema Milch, Eier und Glutenhaltiges für Babys findest du hier.
  • Mehr Schnitten: Probier doch auch die süßen Kokos-Grießschnitten,  Apfel-Polentaschnitten oder die herzhaften Polentasticks für BLW-Anfänger.
  • Mehr Grieß: Du hast eine Packung Grieß zu Hause und keine Ahnung, was du damit machen sollst? Wir haben auch noch Grießknödel, Grießnockerlsuppe, oder einen Haselnuss-Grießpudding im Angebot.
  • Buchtipp: In unserer BLW-Anfängerzeit war uns das Baby led weaning-Grundlagenbuch von Gill Rapley ein treuer Begleiter. Absolute Empfehlung!
Bei den Amazon-Links auf dieser Seite handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links des Amazon-Partnerprogramms. Diese Links kann jeder erstellen. Wenn du über einen solchen Link bei Amazon einkaufst, erhalten wir dafür einen Anteil am Verkaufserlös. Das Produkt kostet für dich dadurch nicht mehr. So kannst du unseren Blog ein bisschen finanziell unterstützen, ohne dass für dich dabei Mehrkosten entstehen. Wir empfehlen nur Produkte, die wir selbst zu Hause verwenden oder von Familie und Freunden kennen und von denen wir zu hundert Prozent überzeugt sind.

26 comments on “Grießschnitten”

  1. Pingback: Apfelkompott ohne Zucker - Babyspeck & Brokkoli

    • Iris Antworten

      Hallo Sim,
      meistens überleben sie es ehrlich gesagt nicht so lang, weil wir alle gleich aufessen 🙂 Nur einmal hab ich sie dem Babyhasen für unterwegs mitgenommen. Ich hab sie kalt nicht probiert, aber er hat sie gern gegessen!

      Viele Grüße
      Iris

  2. Carolin Antworten

    Hallo,
    könnten die Schnitten auch ohne Milch gelingen, also wenn man den Gries mit Wasser anmacht?
    Lieben Gruss
    Carolin

    • Iris Antworten

      Hallo Carolin,

      probiert habe ich es noch nicht, aber ich denke, dass man die Flüssigkeit genau wie bei den Polentasticks problemlos austauschen kann. Auch mit Pflanzenmilch sollte es funktionieren. Der Geschmack ist dann natürlich anders.

      Iris

    • Iris Antworten

      Hallo Sandra,

      normalerweise sollte das schon klappen, die Konsistenz ist dann aber natürlich ander. Allerdings habe ich das noch nicht probiert, ich nehme immer den ganz normalen. Wenn du es ausprobierst, freuen wir uns über einen Bericht 😀

      Alles Liebe,
      Iris

  3. Ireen Antworten

    Hallo ihr Lieben,

    Ich bin nicht ganz sicher, welche Art Grieß ich nun benutzen soll? Möchte aber gerne das Rezept ausprobieren.

    Wäre dankbar für einen Tip. Hartweizengrieß oder Dinkelgrieß?

    Grüße 2fachMama

    • Iris Antworten

      Hallo Ireen,

      ich nehme meistens ganz normalen Grieß aus Weichweizen (Type 480), aber mit Dinkelgrieß sollte es genauso funktionieren. Mit Hartweizengrieß habe ich es noch nicht probiert. Ich hoffe, ich konnte dir damit helfen 🙂

      Alles Liebe
      Iris

    • Iris Antworten

      Hallo Kathrin,

      die Eier wirken in diesem Rezept als Bindemittel. Alternativen zu Ei wären z.B. eine halbe Banane, 1-2 El Nussmus oder Apfelmus pro Ei. Aber ich weiß nicht, wie gut das funktioniert bzw. wie gut es dann noch schmeckt. Ich würde es ohne Ei probieren. Was passieren kann, ist, dass die Schnitten nicht gut halten bzw. krümeln. Im schlimmsten Fall hättest du dann Grießsschmarren anstatt Grießschnitten.

      Alles Liebe
      Iris

  4. Pingback: Grießsterne mit Erbsen und Möhren in Tomatensoße | I ♡ Food

  5. Mille Antworten

    Hallo, das Rezept klang toll, aber bei mir wurde der Brei auf dem Blech partout nicht fest. Werde beim nächsten Mal etwas mehr Gries nehmen. Habe anstatt Kuhmilch Hafermilch genommen. Daran wird es aber ja wohl nicht gelegen haben?? Aus der etwas zu weichen Masse habe ich dann aber keine Puffer gerollt und je eine kleine Scheibe Banane beim Braten reingedrückt. War auch sehr lecker und der Kleine hat sie am nächsten Morgen zum Frühstück verputzt.

    • Iris Antworten

      Hallo Mille,

      komisch, eigentlich sollte die Masse nicht mehr flüssig-breiig sein, wenn sie aufs Blech kommt, sondern schon eher fest. Vielleicht war die Kochzeit zu kurz. Es könnte auch am Grieß gelegen sein. Ich nehme ganz normalen Grieß. Hast du vielleicht Babygrieß genommen? Naja, Gott sei Dank ist dann doch noch was Leckeres draus geworden. 🙂 Hoffentlich werden die Schnitten beim nächsten Mal fest!

      Alles Liebe
      Iris

  6. Martina Antworten

    Ich liebe Grießschnitten! Gabs bei uns schon immer daheim als ich noch Kind war, nach fast dem gleichen Rezept (allerdings mit Zucker…)
    Durch dein Rezept bin ich aber erst auf die Idee gekommen, sie für meine 6 Monate alte Maus zu machen (natürlich ohne Zucker). Und was soll ich sagen… seit unsere BLW Reise vor drei Wochen begonnen hat, hat sie noch nie so viel verdrückt wie heute! Und geschmatzt hat sie auch das erste Mal! Und ein Stück Gurke ist auch noch direkt hinterher gewandert!
    Die Schnitten für die Erwachsenen hab ich vor dem Rausbraten noch in Semmelbrösel gewendet (wie bei Mama ;-)).
    Ach ja, und kalt schmecken die auch super!
    Meinst du man kann die Grießschnitten einfrieren und so portionsweise wieder auftauen?
    Viele Grüße
    Martina

    • Iris Antworten

      Hallo Martina,

      freut mich, dass euch die Grießschnitten so gut geschmeckt haben. Und ja, man kann die Grießschnitten einfrieren, allerdings bröseln sie nach dem Auftauen mehr.

      Alles Liebe
      Iris

  7. Nadine Reimer Antworten

    Sie sind sooooooooo lecker. Wir könnten uns auch damit zudecken, leider sind die dafür aber zu schnell weg. Meine BLW- Maus ist 9 Monate und hat zwei dicke Schnitten mit Apfelmus gemampft, ihre Zuckerschnutenschwester ist 3 und liebt sie auch. Danke für diese tolle Seite und die viele Mühe. Wir gucken hier ganz oft und lieben die Rezepte. Morgen gibts Brokkoli- Couscouslaibchen.
    Allerliebste Grüße von Nadine und den Zuckerschnuten

    • Iris Antworten

      Hallo Nadine,

      danke für das tolle Lob! Das geht natürlich runter wie Butter. Sowas motiviert uns weiterzumachen und uns noch viele schöne Rezepte auszudenken.
      Alles Liebe und viel Spaß weiterhin beim Kochen und Ausprobieren. 🙂
      Iris

  8. Adriana Antworten

    Danke fürs tolle Rezept! Ich wollte dich fragen, ob man die Griesschnitten auch im Backofen backen kann, und wenn ja, wie würdest du es machen? Danke!

    • Iris Antworten

      Hallo Adriana,

      du kannt die Grießschnitten sicher auch im Backrohr backen. Einfach, wenn sie kalt und fest sind in Streifen schneiden, auf Backpapier legen und im vorgeheizten Rohr backen. Ich würde Ober-/Unterhitze nehmen, weil ich denke, dass sie bei Heißluft austrocknen könnten. Ich würde mal bei 180°C ca. 15-20 Minuten probieren. Wenn du sie rausnimmst, noch ein paar Minuten rasten lassen, damit sie nicht brechen. Falls du es versuchst, lass uns wissen, wie es geworden ist.

      Gutes Gelingen und alles Liebe
      Iris

      • Adriana Antworten

        Also, ich hab die Grießschnitten über Nacht erkalten lassen, in Streifen geschnitten und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze gebacken. Es hat doch ca. 30 min gedauert. Sie sind super geworden und schmecken köstlich! Danke für den Tipp.

        Liebe Grüsse
        Adriana

    • Iris Antworten

      Hallo Kira,

      vor dem Anbraten habe ich es noch nie probiert. Klar kannst du sie einfrieren, aber wie gut sie sich dann noch anbraten lassen, kann ich leider nicht sagen. Ich würde sie vielleicht vor dem Anbraten nicht komplett auftauen lassen, damit sie nicht zerbröseln.

      Alles Liebe
      Iris

Leave A Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.