Grünkernlaibchen mit Lauch

Grünkernlaibchen mit Lauch (babyspeck)
Ich hab Grünkernlaibchen mit Lauch gekocht!!! Warum finde ich das jetzt so wahnsinnig toll? Weil ich vor ewigen Zeiten eine Packung Grünkern gekauft habe – ich wollte Abwechslung – und dann drohte sie in meinem Küchenkastl zu versauern. Mir ist es damit so ähnlich ergangen wie Katha mit dem Buchweizen. Kurz bevor es zu spät war, habe ich mich also doch aufgerafft und winterliche Laibchen daraus gemacht. Und sie sind köstlich geworden! Der Babyhasenpapa ist immer etwas skeptisch, wenn ich so etwas koche. Er war aber ebenfalls begeistert und hat sich die übrigen Laibchen am nächsten Tag in die Arbeit mitgenommen. Laut seinem Bericht schmecken sie auch aufgewärmt noch sehr gut.

Der Babyhase hat sie nach dem üblichen Dialog („Mama, das mag ich nicht!“ – „Du weißt ja gar nicht, was das ist.“ – „Ich weiß aber, dass ich das nicht mag.“ – „Woher willst du denn das wissen? Du hast ja noch nicht einmal gekostet.“) doch noch probiert und ein ganzes Laibchen gegessen. Das kommt übrigens einer Liebeserklärung an meine Kochkünste gleich. Er kostet neue Speisen meistens doch noch, aber selten isst er davon mehr als ein paar Bissen. Scheinbar braucht er mit 4 Jahren länger, sich an neue Geschmäcker zu gewöhnen, als zwischen 6 und 12 Monaten. Damals hat er ohne zu zögern alles probiert, was wir ihm auf seinen Teller gelegt haben. Es gab auch kaum Lebensmittel, die er kategorisch abgelehnt hat (mit Ausnahme von Kartoffeln, die er heute liebt).

Dieses „mag ich nicht“ kam komischerweise von heute auf morgen. Mittlerweile habe ich aber eine Ahnung, woher das kommen kann. Ich habe nämlich erfahren, dass er beim Mittagessen im Kindergarten neuerdings bei den „Großen“ am Tisch sitzen will. Und die sind scheinbar sehr wählerisch beim Essen und lehnen viele Gerichte von vornherein ab. Ich hoffe also das Beste.

Für Babys ab 6 Monaten sind diese Laibchen übrigens genauso geeignet, wie für den Rest der Familie. Sie werden allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit in den kleinen Händen zerquetscht. Geschickte Babys mit ein bisschen Esserfahrung haben damit aber sicher kein Problem.

Mahlzeit,

wünscht euch eure Iris

Grünkernlaibchen mit Lauch

Zubereitungszeit: ca. 50 Minuten (Vorbereitungszeit: ca. 30 Minuten, Backzeit: ca. 20 Minuten)

Zutaten (für 2 Erwachsene und ein Baby ):

  • 200 g Grünkern, geschrotet
  • 1/2 l Wasser
  • 125 g Lauch
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 Ei
  • 2 El Weizen-Vollkornmehl (alternativ Dinkel-Vollkornmehl oder auch weißes Mehl, siehe Tipps unten)
  • 2 El neutrales Pflanzenöl (z.B. Rapsöl)
  • optional: Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Grünkernschrot im Wasser aufkochen lassen und ca. 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln, bis das Wasser aufgesogen ist.
  2. Von der Hitze nehmen und weitere 10 Minuten bei geschlossenem Deckel ziehen lassen.
  3. Mit einer Gabel auflockern und etwas abkühlen lassen.
  4. Backrohr auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  5. Einstweilen Lauch in feine Ringe schneiden und Knoblauch sehr fein hacken.
  6. Öl in einer Pfanne erhitzen und Lauch darin bei kleiner bis mittlerer Hitze glasig anschwitzen (ca. 5-6 Minuten).
  7. Knoblauch unterrühren und etwa 1 Minute mitschmoren.
  8. Gemüse in eine Schüssel leeren und ein paar Minuten abkühlen lassen.
  9. Gemüse und Grünkern zusammen mit dem Ei und dem Mehl gut vermischen. Optional salzen und pfeffern. ACHTUNG: Gemüse und Grünkern dürfen noch warm sein, aber nicht mehr heiß, damit das Ei nicht sofort stockt und seine Bindefähigkeit verliert.
  10. Aus der Masse golfballgroße Kugeln formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
  11. Kugeln flachdrücken, sodass Laibchen entstehen.
  12. Bei 200°C ca. 15-20 Minuten backen, bis die Laibchen außen knusprig sind und das Ei durchgegart ist.

Tipps:

  • Serviertipp: Wir haben die Grünkernlaibchen mit Lauch mit einer einfachen Joghurt-Kräutersauce (Joghurt, frisch gehackte Kräuter, ein Schuss Olivenöl und optional Salz und Pfeffer) und mit frischem Salat gegessen. Als Salatdressing habe ich etwas von der Joghurtsauce genommen und sie mit Essig und einem Schluck Wasser vermischt.
  • Salz: Wer nicht mehr für Babys kocht und Salz verwendet, sollte den Grünkern von Anfang an in gesalzenem Wasser kochen. Für unsere Zwerge unter einem Jahr haben wir auf Salz verzichtet. Wenn wir das Essen für uns selber salzen wollten, haben wir das extra getan. Bei diesem Rezept kann man bei Schritt 9 einen Teil für das Baby entnehmen und den Rest salzen. Die Laibchen für das Baby zuerst oder z.B. in einer kleinen Spiegeleipfanne braten.
  • Mehl: Immer wieder erreichen uns Fragen, warum wir welches Mehl nehmen. Meine Antwort ist ähnlich wie beim Öl: ich habe verschiedene Sorten zu Hause und nehme immer das, was gerade da ist und meiner Meinung nach am besten zum jeweiligen Gericht passt. Für klassische österreichische Hausmannskost verwende ich gerne „normales“ Weizenmehl, manchmal auch Dinkel. Für vollwertigere Speisen greife ich gern zu Vollkornmehl und hin und wieder auch zu Mehl aus ganz anderen Getreidesorten. Für diese Laibchen kannst du verwenden, was du gerade im Schrank stehen hast. Ich verwende gern Vollkornmehl, weil es viele gesundheitliche Vorteile hat. In diesem Fall war es Weizenmehl, da das Dinkel-Vollkornmehl gerade aus ist und ich das Weizenmehl aufbrauchen will, bevor es schlecht wird. Meine Gründe, warum ich welches Mehl verwende, sind also sehr durchwachsen. 😉
  • Grünkernschrot: Geschroteten Grünkern bekommt man in fast allen Reformhäusern oder Bio-Supermärkten. Mittlerweile wird er auch schon in einigen Supermärkten angeboten. Ich habe Grünkern im Ganzen gekauft und ihn mit dem Hächsler-Aufsatz meines Stabmixers zerkleinert. Für die angegebene Menge habe ich mehrere Durchgänge gebraucht. Die Zubereitungszeit hat sich dadurch um ca. 10 Minuten verlängert.
  • Mehr Laibchen: Probier doch auch unsere Brokkoli-Couscouslaibchen, Bohnen-Kürbislaibchen, Naturreis-Laibchen, Maislaibchen oder für eine Variante mit Fleisch die Hendl-Karottenlaibchen.
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