Hafermilchreis

hafermilchreis (babyspeck.at)
Milchreis ist eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen. Meine Mama hat ihn immer mit geriebener Kochschokolade bestreut, bei meiner Oma gab’s Preiselbeerkompott dazu. Beides hatte ich gleich gern. Ein zweites Leibgericht war Grießkoch (Grießbrei) und ist es auch heute noch. Natürlich haben meine Mama und Oma diese Gerichte ganz klassisch mit Kuhmilch zubereitet. Von Hafermilch hat vor 30 Jahren bei uns noch niemand was gehört. Als der Babyhase dann selber ganz motiviert mit dem Löffel zu essen angefangen hat (mit etwa 9 Monaten mehr oder weniger erfolgreich), wollte ich ihm was Gutes tun und habe Milchreis und Grießkoch für ihn und mich gekocht. Von Milch in mit Getreide verkochter Form wird im Gegensatz zu Trinkmilch im ersten Lebensjahr nicht abgeraten. Aber gut gemeint ist nicht immer gut gemacht, denn der Babyhase hat gekostet und alles wieder in hohem Bogen ausgespuckt. Als ich mich ein bisschen umgehört habe, bin ich draufgekommen, dass viele Babys damit nichts anfangen konnten. Darum habe ich mich an die Alternative gewagt und Hafermilchreis gekocht. Und siehe da: der Babyhase war begeistert!

Hafermilch ist übrigens die einzige Pflanzenmilch, die mir selber auch wirklich schmeckt. Ich mag sie im Kaffee, im Müsli oder Porridge. Sie ist von Natur aus süß und eignet sich hervorragend zum Kochen, weil sie nicht klumpt oder ausflockt. Und wie schmeckt jetzt der Hafermilchreis im Vergleich zum klassischen Milchreis? Dem Babyhasen schmeckt er definitv besser, obwohl er mittlerweile, mit fast 3 Jahren, den normalen auch gern isst. Für mich kommt er an den heißgeliebten Milchreis aus meiner Kindheit natürlich nicht heran. Aber ich würde sagen, das ist eine Sache der Gewohnheit und definitiv auch der Gefühle und Emotionen, die ich damit verbinde. Hafermilchreis ist körniger und wird nicht so cremig, vor allem, wenn man ihn kalt isst. Er schmeckt süßer als klassischer Milchreis und meiner Meinung nach auch ein bisschen „flacher“. Aber ich mag ihn wirklich gern und koche ihn mittlerweile regelmäßig.

Hafermilchreis

Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten

Zutaten (für 1 Erwachsenen und ein Baby als Hauptspeise):

  • 1 Tasse Rundkornreis (Fassungsvermögen der Tasse: ca. 200 ml)
  • 4 Tassen Hafermilch (ungesüßt)
  • 1 kleine Prise Salz (optional)

Zubereitung:

  1. Hafermilch mit Salz (optional) in einem Topf zum Kochen bringen.
  2. Reis einrieseln lassen und umrühren.
  3. Milchreis zugedeckt auf kleiner Flamme ca. 30 – 35 Minuten köcheln bis die Milch aufgesogen und der Reis weich ist. Dabei immer wieder umrühren, damit der Reis nicht anbrennt oder am Topfboden festklebt.

Tipps:

  • Beilagen: den fertigen Hafermilchreis mit einer kleinen Menge echtem Kakao (ungezuckert!) oder Ceylon-Zimt bestreuen und z.B. mit Kompott, Fruchtmus oder Zwetschkenröster servieren.
  • Variationsmöglichkeit: genau wie dieser Hafermilchreis wird auch klassischer Milchreis mit Kuhmilch zubereitet.
  • Salz: für kleine Babys würde ich auf das Salz verzichten, zumal Hafermilch meist ohnehin eine geringe Menge davon enthält. Ansonsten empfehle ich aber eine kleine Prise hinzuzufügen, da der Milchreis meiner Meinung nach dadurch einfach viel besser schmeckt.
  • gut vorzubereiten: der Hafermilchreis schmeckt auch kalt als Snack für zwischendurch, zum Frühstück oder als Nachspeise und lässt sich gut 2 oder 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren.
  • Mehr süße Hauptspeisen ohne Zucker: wie wär’s zum Beispiel mit Reisauflauf, Grießschnitten oder Apfelknödeln?
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5 comments on “Hafermilchreis”

  1. Sandy Antworten

    Hallo, ich danke euch für die tollen Rezepte. Wie kommt es aber, dass gekochte Milch im Getreide -Milchbrei passt,man sonst aber sehr sparsam damit umgehen soll? Würde mich mal interessieren. Danke schonmal. Lg Sandy

    • Katha Antworten

      Hallo Sandy,
      ich glaub da liegt ein Missverständnis vor. Der Hafermilchreis ist mit Hafermilch gemacht, das heißt, das ist in Wirklichkeit keine Milch sondern wird nur umgangsprachlich so bezeichnet. Der korrektere Begriff wäre vielleicht Haferdrink. Es handelt sich also nicht um ein Milchprodukt sondern um eine vegane Alternative zu Milch. Dabei wird das Getreide Hafer gemahlen in Wasser eingekocht und dann entsteht eine weiße Flüssigkeit, die der Milch sowohl farblich als auch durch die eigene natürliche Süße des Getreides geschmacklich ähnelt. Deshalb wird der Haferdrink dann als oft Hafermilch bezeichnet.
      Ich hoffe, deine Frage damit beantwortet zu haben.
      Lg Katha

      • Sandy Antworten

        Hallo Katha, das mit dem Haferdrink hatte ich schon soweit verstanden,trotzdem vielen Dank für die ausführliche Erläuterung. Aber oben im Text steht ja: „von Milch in mit Getreide verkochter Form wird im Gegensatz zu Trinkmilch im ersten Lebensjahr nicht abgeraten.“ Oder ist damit gemeint,dass die Milch quasi verkocht also im Getreide „aufgesaugt“ ist? Wir mögen die Hafermilch nicht so gern,deshalb würde ich es evtl. mit kuhmilch machen,bin mir aber unsicher wg der Masse an Milch,ob ich es öfter geben kann. Viele liebe Grüße und Danke schonmal. Sandy

  2. Iris Antworten

    Hallo Sandy,

    gekochte Milch passt, aber auch nur in kleinen Mengen. Die Richtlinien sprechen von höchstens einmal täglich und max. 100 -200 ml täglich (nachzulesen hier: http://bit.ly/2ckzjVQ und hier: http://bit.ly/2cpCvhu). Was ich da rauslesen kann ist aber, dass es dazu zu wenige wissenschaftlich verwertbare Daten gibt, um wirklich konkrete Empfehlungen auszusprechen, weshalb beim Thema Kuhmilch die Meinungen wahrscheinlich so weit auseinander gehen. Wir haben uns deshalb an diese Empfehlungen gehalten, im ersten Jahr auf Tiermilch als Trinkmilch und im Müsli komplett verzichtet und auch nach dem ersten Lebensjahr sind wir sparsam damit umgegangen. Zum Kochen haben wir Milch schon verwendet, aber nicht täglich und in geringeren Mengen als hier angegeben. Auf die Frage warum Tiermilch mit Getreide scheinbar weniger bedenklich ist, habe ich leider selber noch keine befriedigende Antwort (das heißt wissenschaftliche Quelle) gefunden.

  3. Sandy Antworten

    Liebe Iris, vielen Dank für die ausführliche Antwort und die Mühe den Link zu suchen !!! Da bin ich ja beruhigt,dass nicht nur ich keine befriedigende Antwort bisher gefunden habe. Ich liebe eure Seite und probiere weiter fleißig eure Rezepte! Macht weiter so. DANKE! Herzlichen Gruß. Sandy

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