Mango-Kokospudding

Mango-Kokospudding ohne Zucker mit frischer Mango, Reismilch und Kokosmilch, Baby led weaning
Ich habe Pudding gemacht! Ganz allein! Wieso die Aufregung, wollt ihr jetzt wissen? Weil ich das noch nie vorher (ohne Puddingpulver oder detailliertes Rezept) geschafft habe. Und weil ich stolz auf mich bin. Bei den Kindern ist der Mango-Kokospudding besonders gut angekommen. Zugegeben, es hat einige Versuche gebraucht, bis er wirklich so gut geworden ist, dass er allen geschmeckt hat, so fest, dass man ihn stürzen konnte und letztendlich so schön, dass sich der Babyhasenpapa bereit erklärt hat, ihn zu fotografieren. Also ja, ich habe ihn insgesamt dreimal gemacht und das Ergebnis darf ich jetzt hier auf dem Blog präsentieren.

Beim ersten Mal ist der Pudding nämlich nicht fest geworden, weil das mit Mango und Gelatine nicht so leicht ist. Beim zweiten Mal hat die Relation von Kokosmilch und Reismilch nicht gepasst und beim dritten Mal war er dann endlich gut. Meinem kleinen Neffen, über den ich bei den Rezepten zu den Süßkartoffel-Dinkelstangen und den Brokkoli-Couscouslaibchen schon einiges geschrieben habe, war am allermeisten davon begeistert. Er war sich mit dem Löffel selber nicht schnell genug und hat dann einfach nur seinen Mund aufgesperrt und seinen Eltern lautstark zu verstehen gegeben, dass er jetzt bitte gefüttert werden will. BLW-Fail möchte man meinen. Ich sehe es eher als Kompliment für den Pudding ;-).

Dem Neffen, der Nichte und dem Babyhasen hat der Mango-Kokospudding übrigens auch ganz ohne zusätzliche Süße geschmeckt. Juhu!!! Alle Erwachsenen hingegen hatten die gesüßte Version viel lieber. Ich inklusive. Wir sind eben an das süße Essen gewöhnt. Deshalb halte ich auch nichts davon, in Rezepten Zucker durch anderen Zucker zu ersetzen und sie dann als „babygerecht“ zu labeln, nur weil kein weißer Zucker enthalten ist. Ich bin dafür, (vor allem für Babys) ihn wegzulassen oder für Kleinkinder einfach weniger zu süßen – womit auch immer. Schoko, picksüßen Kuchen und Co. lernen sie „ganz von selber“ kennen.

Mango-Kokospudding

Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten, Kühlzeit: ca. 6 Stunden

Zutaten:

  • 2 reife Mangos
  • 100 ml Kokosmilch
  • 200 ml Reis-Kokosmilch (alternativ Reismilch oder auch Hafermilch)
  • 1 El Zitronensaft
  • 6 Blatt Gelatine

Zubereitung:

  1. Mangos schälen, Fruchtfleisch vom Kern schneiden und fein pürieren. Das funktioniert am besten mit einem Standmixer oder einem leistungsstarken Pürierstab.
  2. 400 g Mangopüree abwiegen und mit dem Zitronensaft verrühren. Verwendungsmöglichkeiten für übriges Mangopüree siehe Tipps unten.
  3. Gelatine in Wasser einweichen.
  4. Kokosmilch und Reis-Kokosmilch in einen Topf geben und aufkochen.
  5. Mangopüree beimengen und ca. 1 Minuten köcheln.
  6. Mango-Kokospudding von der Hitze nehmen.
  7. Gelatine ausdrücken und rasch in das heiße, aber nicht mehr kochende Mango-Kokospüree einrühren. So lange rühren, bis sich die Gelatine komplett aufgelöst hat.
  8.  Mango-Kokospudding in Puddingförmchen füllen.
  9. Ca. 6 Stunden oder über Nacht kühlen.
  10. Pudding vor dem Servieren stürzen.

Tipps:

  • Pudding süßen: Als unsere Zwerge Babys waren, haben wir komplett darauf verzichtet, ihr Essen zu süßen. Nur Bäckereien haben wir mit frischem oder getrocknetem Obst leicht (!) gesüßt. Der Babyhase hat diesen Pudding auch komplett ohne zusätzliche Süße gegessen und sein kleiner Neffe war sowieso begeistert. Erfahrungsgemäß sind solche Fruchtspeisen ohne Zucker für die meisten Erwachsenen und größeren Kinder aber nicht süß genug. Wer also einen Teil des Puddings süßen will, sollte das ganz am Schluss tun, nachdem der Pudding für das Baby abgefüllt wurde. Am besten einfach flüssige Süße nach Belieben in den noch heißen Pudding gießen und gut verrühren.
  • Gelatine ersetzen: Wer nicht gerne Gelatine isst, kann sie auch durch Agartine ersetzen. Bitte die Packungsanleitung beachten, da sich Agartine anders verhält als Gelatine. Vielleicht ist es dann notwendig etwas bei den Mengen oder der Zubereitungsart zu verändern.
  • Mangopüree übrig? Wer große Mangos verwendet, hat sicher Mangopüree übrig. Ich mixe das gern mit Joghurt, gebe es zum Smoothie, als Topping zu Porridge oder zu Overnight Oats oder als Fruchtsauce zu Pancakes und anderen Süßspeisen. Oder wir löffeln es einfach so.
  • Mehr Desserts ohne Zucker: Wie wär’s zum Beispiel mit Haselnusspudding mit Vanillebirnen oder mit Maroni-Orangenjoghurt im Winter? Für den Sommer haben wir Rezepte für Erdbeer-Tiramisu oder Kirsch-Apfelgrütze anzubieten.

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