Mini-Tortillas

Muziwu liebt Kartoffeln und ich auch. Ich wollte wieder einmal was Praktisches zum Mitnehmen machen, da kamen mir die Tapas in den Sinn. Und was ist wohl das bekannteste Tapa? Die spanische Tortilla! In Mini-Muffinformen gebacken werden daraus handliche Mini-Tortillas für Babys.

Spanische Tortilla

Meinen Erinnerungen nach werden in Spanien die Kartoffelwürfel zuerst frittiert bevor sie mit den Eiern vermischt und in der Pfanne herausgebacken werden. Da gibt es sogar eigene Tortilla-Pfannen, damit man die Tortilla in die zweite Pfanne wenden kann. So etwas habe ich natürlich nicht und ich will nicht so viel Fett verwenden. Also mache ich meine Version der Tortilla: Mini-Tortillas. Sie sind handlicher und beinhalten ein paar Gewürze mehr, damit sie schmackhafter werden.

Muziwu hat’s geschmeckt, allerdings ohne Spinat. Wenn Spinat auf der Mini-Tortilla war, hat sie sie verweigert. Aber sie hat dann noch ein Stück zum Abendessen gegessen und zwei am nächsten Tag als wir unterwegs waren. Ich nahm eine Kostprobe zu einer Freundin mit einem 7 Monate alten Baby mit, das die Tortilla auch ganz begeistert geschlemmt hat, wenngleich sie ihm mehr zerfallen ist. Das hat es aber nicht gestört, denn es hat unbeirrt die Einzelteile aufgepickt und sie langsam nacheinander schnabuliert. Beim Anblick des 7 Monate alten Babys ist mir die rasante Essentwicklung von Muziwu erst richtig bewusst geworden: Unter ihrem Hochstuhl sah es damals so aus wie beim Baby meiner Freundin, wo die halbe Mahlzeit verteilt am Boden liegt. Jetzt haben wir nicht einmal mehr eine Plane unter dem Hochstuhl. Zwar fällt immer noch etwas auf den Boden, aber nicht mehr viel.

Vorbereitungszeit: 25 Minuten / Backzeit: 15-20 Minuten

Zutaten (12 Minimuffins und 2 große Muffins):

  • 500 g Kartoffeln/Erdäpfel
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Eier
  • 1 EL Milch (optional)
  • Prise Muskatnuss gerieben
  • 1/4 TL Majoran
  • 1/3 TL Salz (optional)
  • Pfeffer (optional)
  • 3 EL Olivenöl

Zubereitung:

  1. Kartoffeln schälen und in 1 cm große Würfel schneiden. Einen Topf mit Siebeinsatz bodenbedeckt (bis zu den Löchern) mit Wasser befüllen und Kartoffeln 8-10 Minuten darin dünsten. (Stichprobe machen, ob sie weich sind.)
  2. Zwiebel und Knoblauch schälen und klein hacken.
  3. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel darin hellbraun anbraten (ca. 6 Minuten bei mittelerer bis hoher Hitze), Knoblauch hinzufügen und eine weitere Minute anbraten. Pfanne vom Herd nehmen.
  4. Backrohr auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  5. Fertige Kartoffeln mit kaltem Wasser abschrecken.
  6. Eier in einer Schüssel verquirlen. Gewürze und Milch hinzufügen und verrühren.
  7. Abgekühlte Kartoffeln, Zwiebel und Knoblauch unterrühren.
  8. Muffinformen mit etwas Öl bestreichen. Masse in die Muffinformen portionieren und 15-20 Minuten backen bis die Eier gestockt sind und die Oberfläche schön goldbraun ist.

Tipps:

  • Serviertipp: Tortilla kann man als Beilage zu Cremespinat, Tomatensauce mit frischen Tomatenstückchen, Dips etc. essen. Die Vielfalt ist groß.
  • Würztipp: Die Original-Tortilla enthält weder Muskat noch Majoran, aber man kann sie auch mit anderen Gewürzen oder Kräutern wie z.B. Kurkuma, Petersilie oder Schnittlauch abschmecken.
  • Tortilla eignet sich hervorragend für unterwegs oder als Snack für zwischendurch.
  • Da mehrere Eier drin sind, würde ich BLW-Anfänger Babys nur etwa einmal pro Woche ein Gericht dieser Art geben.

3 comments on “Mini-Tortillas”

  1. Pingback: Orientalische Karotten - Babyspeck & Brokkoli

  2. Natalie Antworten

    Sehr lecker, aber leider sind sie in der Muffinform hängen geblieben obwohl ich eigentlich genug Öl genutzt habe. Was mache ich falsch?

    • Iris Antworten

      Hallo Natalie,

      hm, da ist eine Ferndiagnose jetzt schwierig. Was für eine Art von Muffinformen hast du denn? Wir haben beschichtete, da „flutscht“ alles raus, auch fast ohne Fett und bei den Silikonformen funktioniert’s eigentlich auch gut. Ich kann mir nur noch vorstellen, dass die Tortillas vielleicht nicht knusprig genug waren (zu wenig Hitze?) und deshalb kleben geblieben sind. Aber gut, dass sie euch geschmeckt haben. 🙂

      Alles Liebe
      Iris

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