Pizza Marinara

Pizza Marinara (babyspeck.at)
Hui, diesen Sommer war ich nicht sehr fleißig in der Küche. Kein Wunder, in unserer Wiener Wohnung hatten wir am Höhepunkt der Hitze Anfang August über 30 Grad und da drehen wir den Herd oder das Backrohr nicht freiwillig auf. Wir halten uns auch nicht länger als unbedingt notwendig drinnen auf und waren deshalb nach Arbeit und Kindergarten hauptsächlich baden, im Park, picknicken oder im Gastgarten. Überall, wo es Bäume, Wasser und die Aussicht auf eine „kühle“ Brise gab, war es besser als daheim. An den Wochenenden sind wir nach Oberösterreich geflüchtet und dann auch noch campen nach Slowenien. Jetzt ist es zwar tagsüber noch immer heiß, aber es kühlt in der Nacht so weit ab, dass wir uns keine Sorgen machen müssen, die Wohnung durch das Kochen noch mehr aufzuheizen. Und deshalb gab’s diese Woche Pizza Marinara – ein tolles Gericht für den Sommer oder Spätsommer, um die letzen warmen Tage noch so richtig zu genießen.

Pizza Marinara ist Pizza ohne Käse, weshalb sie auch für Babys geeignet ist. Wenn man sie in handliche Streifen schneidet, lässt sie sich auch von kleinen Essanfängern gut festhalten und abmümmeln. Für Pizza Marinara braucht man keine Zähne. Zumindest hat der Babyhase keine gebraucht. Er hat nämlich eine Art Pizza Marinara als absoluter BLW-Anfänger bekommen, weil meine Mama Pizza gebacken hat und ein Extrastück für ihn gemacht hat – ohne Salz und ohne Käse. Ich habe diesmal meinen selbstgemachten Dinkel-Vollkornpizzateig verwendet. Wenn’s schnell gehen muss, kann man aber auch mal einen Teig kaufen (auf Zutaten und Salzgehalt achten).

Mahlzeit,

wünscht euch eure Iris.

Pizza Marinara

Zubereitungszeit: insgesamt ca. 1 Stunde (Vorbereitungszeit: ca. 30 Minuten, Backzeit: ca. 20 Minuten). Wenn man den Teig frisch macht, dauert’s etwas länger, wobei man die Tomatensauce zubereiten kann, während der Teig rastet oder auch schon am Vortag.

Zutaten (für 2 Erwachsene und 1 Baby / Kleinkind):

  • 1 Portion Pizzateig für ein Blech (gekauft oder mit selbst gemachtem Vollkorn-Dinkelteig besonders gut)
  • 2 El Olivenöl
  • 500 g gestückelte Tomaten
  • 1 mittlere rote Zwiebel
  • 1/2 Tl getrockneter Oregano
  • optional: je eine Prise Salz und Zucker
  • 1 El Olivenöl zum Bestreichen

Zubereitung:

  1. Zwiebel sehr fein hacken.
  2. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und bei eher kleiner Hitze mind. 5 Minuten langsam schmoren bis sie glasig und weich sind.
  3. Tomaten, Oregano und optional Salz und Zucker (nicht für Babys) hinzufügen und 15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Ab und zu umrühren.
  4. Tomatensauce vom Herd nehmen und leicht abkühlen lassen.
  5. Währenddessen Backrohr auf 230°C Unterhitze vorheizen.
  6. Ein Backblech mit Backpapier belegen, den Pizzateig gleichmäßig dick ausrollen und darauf legen (Tipp: wenn ich meinen selbstgemachten Dinkel-Vollkornteig verwende, teile ich ihn in zwei Teile und mache zwei Bleche ganz dünne Pizza, anstatt einer dickeren. So schmeckt es uns am besten).
  7. Teig mit Olivenöl bestreichen und Tomatensauce darauf verteilen.
  8. Im vorgeheizten Backrohr (230°C, Unterhitze) auf unterster Schiene backen, bis der Teig goldbraun und knusprig ist (ca. 20 Minuten, aber da jeder Herd etwas anders heizt, am besten nach 10 Minuten einmal nachschauen).

Tipps:

  • Variationsmöglichkeiten: Wenn man mag, kann man einen Teil der Pizza für Erwachsene und größere Kinder mit weiteren Zutaten belegen. Wir haben Kapern und ganz fein geschnittenen Knoblauch verwendet (was ich am liebsten mag). Als ich diese Pizza Marinara gemacht habe, haben ein Einjähriger und zwei Dreijährige mitgegessen und alle Kinder haben die Version ohne extra Belag bevorzugt. Die Erwachsenen fanden die würzigere Seite besser.
  • Gut vorzubereiten: Die Tomatensauce kann man gut schon längere Zeit im Vorhinein zubereiten. Wenn man mag, kann man sie auch heiß in saubere Schraubgläser füllen und sie so haltbar machen, damit man immer Pizzasauce zur Verfügung hat, wenn man einmal nicht so viel Zeit (oder Lust) zum Kochen hat.
  • Salz und kein Salz: Wer selber nicht salzfrei essen, aber beim Baby auf Salz verzichten will, kann hier beides wunderbar kombinieren. Die Sauce kann man ohne Geschmackseinbußen salzen, wenn sie fertig ist – davor einfach eine Portion für das Baby entnehmen. Außerdem kann man anstatt einer großen Blechpizza mehrere kleine machen und diese individuell belegen. Mehr zum Thema Salz für Babys findet ihr hier.
  • Zucker in Tomatensaucen: Wie ihr ja wisst, haben wir für unsere Babys fast komplett auf Zucker verzichtet und versuchen auch jetzt noch, bei unseren Kleinkinder den Zuckerkonsum in Grenzen zu halten. Wir finden übrigens, dass auch Reissirup, Apfeldicksaft und Kokosblütenzucker Zucker sind, die den Geschmack unserer Kinder in Richtung süß prägen, weshalb wir den weißen Zucker nicht einfach durch diese Zuckerarten ersetzt haben, sondern auch davon Abstand gehalten haben. Weil aber Zucker den Geschmack säuerlicher, pikanter Speisen hebt, gebe ich gerne eine Prise Zucker dazu (wirklich nur eine Prise, weshalb es meiner Meinung nach auch unerheblich ist, welchen Zucker man verwendet). Die Folge ist, dass man weniger Salz braucht. Denselben Effekt hat übrigens eine Prise Salz in Süßspeisen. Man braucht dadurch viel weniger Zucker. Eine Win-Win-Situation also. Das ganze gilt natürlich für unsere erwachsenen Geschmacksnerven, die schon lange auf (sehr) salzig und süß geprägt sind. Für unsere Babyküche haben wir sowohl auf Salz als auch auf Zucker verzichtet.

Leave A Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *