Rahmgemüse

Rahmgemüse (babyspeck.at)
Wenn meine Mama keine Zeit hatte, wirklich zu kochen (was sehr selten vorgekommen ist), gab es etwas Schnelles. Oft war das ein Stück gebratenes Fleisch und Rahmgemüse aus der Tiefkühltruhe. Das klassische Rahmgemüse mit Erbsen, Karotten (Möhren) und entweder Rüben oder Kohlrabi in einer leicht kräutergrünen weißen Sauce. Kennt ihr doch, oder? Ich habe das aber schon ewig nicht mehr gegessen, weil ich selber schon seit Jahren keine Fertigprodukte mehr verwende. Das hat gar nichts mit meinem Kind zu tun, denn ich habe schon viele Jahre davor aufgehört, Convenience-Produkte zu kaufen. Ausschlaggebend war dabei nicht, dass ich gesundheitliche oder andere Bedenken gehabt hätte, sondern einfach der Umstand, dass es mir mehr Spaß macht, alles selber zu machen. Was das Kochen betrifft, bin ich eben DIY – im Gegensatz zu ziemlich allen anderen Lebenslagen.

Jedenfalls habe ich vor Kurzem, ich kann mich nicht mehr erinnern wo, dieses Rahmgemüse gegessen und ich hatte so etwas wie einen Nostalgie-Flash. Ich sah mich nach der Schule in der Küche sitzen und dieses Gemüse essen. Kann es sein, dass das seit Jahrzehnten gleich schmeckt? Seit meiner Wiederentdeckung des TK-Rahmgemüses, ist es mir im Kopf herumgespenstert und hat mich nicht mehr losgelassen, bis ich es selber gemacht habe. Ohne TK, mit viel Liebe, geeignet für Babys, Kleinkinder und deren Eltern.

Das Geheimnis ist übrigens das Kräutersalz. Wenn man das Rahmgemüse damit würzt, schmeckt es sehr ähnlich wie die Version, die es im Supermarkt zu kaufen gibt – nur besser natürlich. Bei diesem Gericht kann man das (Kräuter)salz übrigens ohne Geschmackseinbußen einfach ganz zum Schluss hinzufügen, sodass man es für das Baby salzfrei lassen und für den Rest der Familie nach Belieben würzen kann. Ein perfektes BLW-Gericht für die ganze Familie.

Ah ja, und der Babyhase hat davon gegessen. Yay me! 😉

Mahlzeit wünscht euch eure Iris!

Rahmgemüse

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zutaten (für 2 Erwachsene und 1 Baby/Kleinkind):

  • 300g Kohlrabi
  • 300 g Karotten (Möhren)
  • 100g Erbsen (tiefgekühlt)
  • 300 ml Wasser
  • 125 g Sauerrahm (saure Sahne)
  • 1 gehäufter El Mehl
  • 1 El Butter
  • Kräutersalz (optional)

Zubereitung:

  1. Kohlrabi und Karotten schälen und in 1-1,5 cm dicke und 5 cm lange Stifte schneiden.
  2. Butter in einem Topf schmelzen und Gemüse darin bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten anschwitzen.
  3. Mit Wasser aufgießen und etwa 8 Minuten geschlossen köcheln lassen.
  4. Erbsen hinzufügen und weitere 3 Minuten kochen.
  5. Rahm und Mehl glatt (!) rühren, bis alle Klümpchen verschwunden sind.
  6. Gemüse von der Hitze nehmen, Rahm-Mehlmischung einrühren und gut verrühren.
  7. Rahmgemüse nochmals aufkochen lassen und noch ca. 30 Sekunden köcheln, bis es andickt.
  8. Optional mit Kräutersalz würzen.

Tipps:

  • Glatte Rahmsauce: Damit der Sauerrahm nicht ausflockt, muss er wirklich gut mit dem Mehl verrührt werden. Wenn man ihn ins Gemüse einrührt, darf es nicht kochen. Am besten ist es, den Topf ganz vom Herd wegzunehmen, ein paar Sekunden stehen zu lassen und dann erst die Rahm-Mehlmischung einzurühren. Ich rühre mit dem Kochlöffel, bis sich alles gut vermischt hat und stelle das Gemüse noch einmal auf die Herdplatte.
  • Variationsmöglichkeiten: Das Rahmgemüse schmeckt auch mit anderen Gemüsesorten wie z.B. Rüben, Fisolen (grünen Bohnen) oder klein geschnittenen festkochenden Kartoffeln.
  • Als Beilage: Das Rahmgemüse hat einen sehr milden Geschmack und passt deshalb zu vielen Fisch- und Fleischgerichten wie z.B. Chicken nuggets, Fleischbällchen oder als vegetarisches Gericht zu Kohlrabischnitzeln, Gemüse-Haferflockensticks oder – wenn’s schnell gehen muss – einfach zu gekochten Kartoffeln.

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