Schöne Bescherung mit der Familie

Geschichte Weihnachtenfeiern am 17. Dezember im Adventkalender von Babyspeck & Brokkoli auf babyspeck.at. Gastbeitrag von Mama und die Matschhose.

Seid Ihr schon erwachsen oder fahrt Ihr Weihnachten noch „nach Hause“?

Alle Jahre wieder … haben mein Mann und ich uns pünktlich zum Advent gefragt, ob wir es wagen können, nur zu zweit Weihnachten zu feiern, ohne dass die Verwandtschaft unter weihnachtlicher Tristesse leidet und depressiv wie einsam unterm Christbaum sitzt. Denn der Weihnachts-Besuchs-Marathon von Omas Ente über Tantes Torte und Schwiegermutters Fondue hin zur Cocktailparty der Schulfreunde ist alles andere als besinnlich, sondern: Stress pur, für den Magen ebenso wie für die Sinne. Verlockend da der Gedanke, dass Harry und ich an Weihnachten einfach nur uns haben. Und gutes Essen. Gutes Fernsehen. Gute Bücher. Eine feierliche Kirche. Einfach: Entspannung.

Zumindest Heiligabend haben wir uns der Besinnlichkeit halber schon seit vielen Jahren emanzipiert, der gehört traditionell uns. Und seit vier Jahren: uns und Antonia, und nun auch zum zweiten Mal: uns, Antonia und Valentin. Doch aus einer feierlichen Heiligen Nacht anschließend wurde meistens nichts, wir gingen jedes Jahr so bald wie möglich in die Heia – immerhin mussten wir am 1. Feiertag immer früh aus den Federn, um Hunderte von Kilometern zu den Verwandten rechtzeitig bis zur Mittags-Ente zurückzulegen (die noch früher als wir Federn lassen musste, die Arme).

Weil wir uns mit zwei Kindern erwachsen genug fühlen, entscheiden zu dürfen, Weihnachten komplett zu Hause zu feiern, kündigen wir das genau so einem Verwandten nach dem anderen an. Übrigens, mit „zu Hause“ meinen wir, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: in unseren eigenen vier Wänden in unserer eigenen Wohnung. Wir sind überrascht, dass von der Verwandtschaft keine Überredungsversuche kommen. Allerdings … Alternativen:
„Dann besuche ich euch“, verkündet die Schwiegermutter am Tag nach unserer Hiobsbotschaft am Telefon.
„Du willst dir die lange Fahrt wirklich antun?“, frage ich.
„Ja, ohne euch habe ich Weihnachten ja dann nichts vor.“
Zwei Tage später der Anruf meiner Eltern: „Also, wir wollten fragen, ob wir Weihnachten stattdessen zu euch kommen können? Wenn ihr euch hier nicht blicken lasst, lohnt sich für uns nicht einmal ein Baum.“
Und dann noch die Großeltern: „Wir hatten uns schon so gefreut, Antonia zu sehen. Wir bringen auch Geschenke mit …“
Full house werden wir also haben, ausgerechnet an Weihnachten. Wir werden zuständig sein für die Bewirtung von … äh, da mag ich jetzt gar nicht zählen. Liefert der Pizzaservice auch an den Feiertagen?

Als auch die Nachbarn ankündigen, dass sie Weihnachten gerne etwas mit uns unternehmen würden („unsere Verwandten sind ja so weit weg, da wäre es schön, wenn wir mit euch…“), da wittern wir unsere Chance: Wenn schon die Bude voll ist, dürfte es wohl nicht auffallen, wenn Harry und ich uns mal für ein paar Stunden abseilen. Wir könnten – ganz unweihnachtlich und doch so entspannend – zumindest am zweiten Feiertag in die Sauna gehen, für ein bisschen Wellness. Und noch einmal ein wenig staade Zeit haben, zu zweit.

Mama und die Matschhose“ ist der Blog von Nadine Luck, Buchautorin. „Die Nabel der Welt“ ist ihr jüngstes Buch über die verrücktesten Babytraditionen. Sie hat zwei Kinder.

Wir danken Nadine Luck von Mama und die Matschhose für ihren Gastbeitrag Schöne Bescherung mit der Familie in unserem Adventkalender!

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