Spinatknödel

BLW-Rezept Spinatknödel wie Semmelknödel mit Blattspinat und zerlassener Butter
Eigentlich wollte ich gar keine Spinatknödel machen. Sondern stinknormale Semmelknödel. Nur leider war Sonntag und ich hatte keine Petersilie mehr im Haus. Auch nicht im Tiefkühler. Und weil ich, wenn es um Knödel geht, keine Kompromisse mache, waren Semmelknödel einfach keine Option mehr (ich weiß, manchmal bin ich ein ärgerer Monk als mein Kleinkind ;-)). Das nächstbeste Grüne in meiner Küche war Tiefkühlspinat und da war es eigentlich schnell klar, dass Spinatknödel sowieso besser sind als einfache Semmelknödel. Zumindest sind sie sonntäglicher und gegen die Extraportion Gemüse ist ja auch nichts einzuwenden.

Der Babyhase – seines Zeichens Knödeltiger – war damit auch sehr zufrieden. Anfangs war ich mir nicht sicher, weil er Blattspinat als Beilage bisher immer links liegen lassen hatte. Aber zu Spinatknödeln verarbeitet fand er ihn super und hat gleich einen ganzen riesengroßen Knödel verdrückt. Manchmal wundere ich mich, wo das alles Platz hat bei ihm. Denn wenn mir vor eineinhalb Jahren (als er 9 oder 10 Monate alt war) jemand gesagt hätte, dass er einmal so viel essen würde, hätte ich es nicht geglaubt. Als BLW-Anfänger hat er stark angefangen. Aber 3 Monate später hat er praktisch gar nichts Festes mehr zu sich genommen und nur von Muttermilch gelebt. Das ist bei Baby led weaning ganz normal und das wusste ich auch. Jedes gesunde Kind nimmt sich das, was es braucht und darauf musste ich als Mutter vertrauen. Aber wenn ich jetzt sagen würde, dass mir das keine Angst gemacht hätte oder dass mich das niemals frustiert hätte, dann wäre das schlicht gelogen. Mit der Zeit hat er aber wieder angefangen sich für Essen zu interessieren und jetzt ist er beileibe kein Kostverächter mehr. Also liebe BLW-Mamas mit wenig essenden Kindern: nicht verzagen, irgendwann macht ihr euch vielleicht Sorgen, ob ihr auch genug gekocht habt. 😉

Spinatknödel

Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde

Zutaten (für 10 große Knödel):

  • 400 g Knödelbrot (Semmelwürfel)
  • 90 g Butter
  • 1 kleine Zwiebel
  • 0,3 l Milch
  • 3 Eier (Größe M)
  • 80 g griffiges Mehl
  • 1 Prise Muskat
  • 300 g Blattspinat, tiefgekühlt
  • 2-3 El Speisestärke
  • Salz (optional)

Zubereitung:

  1. Spinat aus dem Tiefkühler nehmen und antauen lassen.
  2. Währenddessen Zwiebel schälen und sehr fein hacken.
  3. Butter schmelzen und Zwiebel bei kleiner bis mittlerer Hitze darin glasig dünsten. Beiseite stellen und etwas auskühlen lassen.
  4. Ei und Milch verquirlen.
  5. In einer großen Schüssel Knödelbrot, Salz (optional), Muskat, Milch-Ei-Mischung und Zwiebel-Buttermischung mit einem Kochlöffel gut vermengen. Zudecken und etwa 20 Minuten rasten lassen.
  6. Einstweilen den leicht angetauten Spinat in eine beschichtete Pfanne geben und ohne Zugabe von Fett zugedeckt auf dem Ofen langsam erwärmen. Dabei immer wieder umrühren. Falls die Flüssigkeit, die aus dem Spinat austritt, nicht genügt, 1-2 El Wasser hinzufügen. (Ich nehme für diesen Schritt immer die Pfanne, in der ich davor die Zwiebel angeschwitzt habe.)
  7. Aufgetauten Spinat etwas ausdrücken und fein hacken, mit dem Mehl zur Knödelmasse geben und alles mit den Händen gut vermengen.
  8. Zehn größere (oder nach Belieben auch mehrere kleine) Knödel formen und in Speisestärke wälzen.
  9. In einem großen Topf (leicht gesalzenes) Wasser zum Kochen bringen.
  10. Knödel vorsichtig einlegen und etwa 20 Minuten leicht wallend kochen (Kochzeit reduziert sich bei kleineren Knödeln). Die Knödel sind fertig, wenn sie sich im Kochwasser drehen (das funktioniert nur, wenn sie genug Platz im Topf haben).
  11. Knödel aus dem Wasser nehmen und sofort servieren.

Tipps:

  • Serviertipp: Die Spinatknödel schmecken am besten mit geschmolzener Butter, für die Erwachsenen und größeren Kinder auch mit geriebenem Bergkäse. Eine einfache Schinken-Oberssauce bzw. Käsesauce passt ebenfalls perfekt dazu, genauso wie grüner Salat.
  • Die Spinatknödel lassen sich gut einfrieren. Man kann sie roh einfrieren und sie dann noch gefroren in siedendem Wasser kochen. Ich friere sie aber immer in gekochtem Zustand ein und erhitze sie  einfach mit ein paar Tropfen Wasser in der Mikrowelle.
  • Salz: Als der Babyhase BLW-Anfänger war, habe ich alles komplett ohne Salz gekocht. Weil man Knödel aber nicht nachsalzen kann, und ich mich mit den komplett ungesalzenen nie so richtig anfreunden konnte, habe ich eine kleine Portion ohne und den Rest mit Salz gemacht. Dafür einfach für das Baby eine kleine Menge der  ungesalzenen Knödelmasse entnehmen und in einem kleinen Topf mit ungesalzenem Wasser kochen. Den Rest der Masse salzen und nochmal gut durchrühren. Knödel für die Erwaschsenen und größeren Kinder in Salzwasser kochen. Das sind dann bloß ein zeitlicher Mehraufwand von etwa einer Minute und ein extra Topf. 😉
  • Für unterwegs: Ich habe dem Babyhasen am nächsten Tag einen halben kalten Knödel in die Jausenbox gepackt. Ich habe den Knödel kalt nicht probiert, aber dem Kleinen hat er geschmeckt.
  • Ähnliche Rezepte: Wenn dir dieses Rezept für Spinatknödel gefällt, dann schau dir doch auch unser Rezept für Grießknödel an!

10 comments on “Spinatknödel”

    • Iris Antworten

      Hallo Babsi,

      die Stärke kommt gar nicht rein. Die Knödel werden nur zum Schluss in der Stärke gewälzt. Dann glänzen sie schön und zerfallen nicht so leicht. :)

  1. Vera Antworten

    Wann kommt das Mehl hinein? Braucht man das nur wenn die Masse zu nass sein sollte, oder kommt es fix dazu?

    An dieser Stelle auch gleich mal ein riesen großes DANKESCHÖN für eure Seite, die rettet mich so oft aus diesem “was koche ich bloß?“

    • Iris Antworten

      Hallo Vera,

      danke für deinen Kommentar! Ich hab tatsächlich vergessen, das Mehl bei der Zubereitung anzugeben. Es kommt bei Schritt 7 zusammen mit dem Spinat dazu. Hab es gerade ergänzt!

  2. Michaela Antworten

    Liebe Iris,
    Super leckeres Rezept. Sohnemann liebt es und mir schmecken sie auch ganz wunderbar…. Sogar ohne Mehl :)

  3. Melanie Antworten

    Das erste mal, dass ich Knödel selbst gemacht habe. Wir alle finden die Spinatknödel super lecker und echt einfach zu machen. Danke für das super leckere Rezept :)

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