Süßkartoffelcurry

Süßkartoffelcurry (babyspeck)
Juhu, mit dem Süßkartoffelcurry habe ich endlich wieder einmal ein Currygericht kreiert, das auch der Babyhase gut findet. Wir haben nämlich ganz viele Curry-Kochbücher daheim und bevor unser Zwerg beikostreif wurde, sicher mindestens einmal die Woche eines gekocht. Der Babyhasenpapa und ich stehen beide drauf, besonders wenn es richtig scharf ist. Der Babyhase fand Currys immer eher … naja, mäh – auch die milden. Vom Süßkartoffelcurry hat er aber richtig viel gegessen. Zuerst hat er alle Karotten rausgepickt, dann den Reis mit der Sauce gelöffelt, noch mehr Karotten verlangt und zum Schluss auch ein paar Süßkartoffeln probiert.

Eines fasziniert mich an Babys und Kleinkindern noch immer: Dass sie auch bei der Wahl, was sie zuerst essen und was am Schluss, ganz anders ticken als die meisten Erwachsenen. Ich nehme mal an, ihr macht es auch so wie ich: ich hebe mir das, was ich am liebsten esse, bis zum Schluss auf, damit ich meine Mahlzeit mit dem für mich besten Geschmack abschließe. Kleine Kinder machen das genau umgekehrt. Sie essen das, was sie am liebsten haben, zuerst. Und wenn sie dann noch Hunger haben, essen sie das, was eben noch auf dem Teller übrig ist (außer sie mögen es gar nicht). Irgendwie ist das auch intelligenter, denn die Wahrscheinlichkeit über den eigenen Appetit und über das langsam eintretende Sättigungsgefühl hinaus zu essen, sinkt dadurch immens. Und weil der Gusto meist damit zusammenhängt, was der Körper gerade braucht, wird so auch sichergestellt, dass sie von den aktuell benötigten Nährstoffen genügend bekommen. Darum ist mein Credo: nicht einmischen, die Kleinen wissen selbst am besten, warum sie was essen.

Dieses Süßkartoffelcurry ist von den Zutaten her übrigens für Babys ab 6 Monaten geeignet. Wer, so wie wir, zu Beikostbeginn hauptsächlich Obst und Gemüse in Stickform anbietet, kann mit diesem Gericht gut in die erste Kochphase für den Familientisch umsteigen. Wobei die Sauce, die am Gemüse haftet, ganz neue Herausforderungen an das Baby stellen wird – sowohl was das Festhalten als auch die neue Konsistenz im Mund betrifft. Wenn du das Süßkartoffelcurry einem BLW-Anfänger anbieten willst, kannst du die Karotten in längliche Stifte von ca. 1,5 – 2 cm Dicke und 6-8 cm Länge schneiden, sodass sich Essanfänger leichter tun.

Süßkartoffelcurry

Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten

Zutaten (für 3 Erwachsene und 1 Baby):

  • 900 g Süßkartoffeln
  • 200 g Karotten / Möhren
  • 80 g Lauch / Porree
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 cm frischer Ingwer
  • 400 ml Kokosmilch
  • 400 ml Wasser oder leichte Gemüsebrühe
  • 2 El mildes Currypulver
  • 2 Limetten
  • 4 frische Kaffirlimettenblätter (wenn erhältlich, siehe Tipps unten)
  • 2 El neutrales Pflanzenöl (z.B. Raps- oder Maiskeimöl)
  • Salz (optional)
  • Fischsauce (optional, siehe Tipps unten)
  • 1/2 Bund frischer Koriander

Zubereitung:

  1. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken.
  2. Süßkartoffeln schälen und in 3×3 cm große Stücke schneiden. Karotten schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden (oder in ca. 2 cm dicke und 7 cm lange Sticks für BLW-Anfänger).
  3. Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen und Zwiebel, Knoblauch und Ingwer bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen.
  4. Süßkartoffeln und Karotten hinzufügen und 2-3 Minuten mitbraten. Achtung: Pfanne nicht zu heiß werden lassen, damit der Knoblauch nicht anbrennt, er wird sonst bitter.
  5. Curry beimengen und durchrühren.
  6. Mit Suppe bzw. Wasser und Kokosmilch aufgießen und zum Kochen bringen.
  7. Kaffirlimettenblätter mit den Händen grob zerreißen, zum Curry hinzufügen und das Ganze 15 – 20 Minuten kochen bis das Gemüse weich ist.
  8. 1 Limette halbieren, auspressen und Curry mit 3 El Limettensaft abschmecken.
  9. Kaffirlimettenblätter entfernen.
  10. Koriander fein hacken, restliche Limetten in Scheiben oder Spalten schneiden und Curry damit servieren.
  11. Für die Erwachsenen und größeren Kinder das Curry noch zusätzlich mit ein paar Spritzern Fischsauce (1 Tl für die gesamte Menge ist reichlich) und nach Belieben mit Salz würzen.

Tipps:

  • Beilagen: Die perfekte Beilage zu diesem Curry ist Basmatireis.
  • Fischsauce  ist sehr salzig und deshalb für kleine Babys nicht wirklich geeignet. Ich würze mein Curry aber immer damit, weil es die Süße des Gemüses und der Kokossauce und die Frische der Limette perfekt ausbalanciert. Das Gericht schmeckt dadurch runder und harmonischer.
  • Kaffirlimettenblätter haben einen unvergleichlich frischen Geschmack, der thailändisch oder vietnamesisch inspirierte Currys so unvergleichlich schmecken lässt. Sie sind in Asialäden erhältlich und lassen sich problemlos über längere Zeit einfrieren. Wenn du welche siehst, also unbedingt mitnehmen. :) Notfalls lassen sie sich durch eine größere Menge Limettensaft und etwas Zitronengras ersetzen.
  • Konsistenz: Dieses Curry ist eher flüssig. Wenn du es dicker magst, kannst du es einfach mit etwas Reismehl oder Speisestärke eindicken.
  • Mehr Süßkartoffeln: Wenn du Süßkartoffeln auch so toll findest wie wir, dann probier doch auch die Süßkartoffelpommes mit Koriander-Joghurtdip oder die Süßkartoffel-Rosmarin-Biscuits.
  • Ähnliche Rezepte: Du magst dieses Süßkartoffelcurry? Dann gefallen dir sicher auch unsere Rezepte für einfaches Gemüsecurry oder den Kokos-Curry Karfiol mit Kartoffeln.

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