Wie funktioniert Baby led weaning (BLW)?

Von Baby led weaning gehört hat mittlerweile beinahe jede Jungmama und jeder Jungpapa. Wer sein Baby mit dieser Methode ans Essen heranführen möchte, hat meist nur eine Frage: Wie funktioniert Baby led weaning jetzt eigentlich? Wie fange ich ein? Was mache ich konkret?

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Du bringst dein BLW-Baby in eine aufrechte Sitzposition, legst ihm was zu essen vor die Nase und wartest, was passiert. Ja, genau! So einfach ist das! 😉

Aber weil aller Anfang schwer und die Unsicherheit groß ist, vor allem wenn es im persönlichen Umfeld nicht viele oder vielleicht auch gar keine anderen Eltern gibt, mit denen man sich über BLW austauschen kann, findest du hier Informationen zu ein paar grundlegenden Dingen, die du beachten solltest.

  1. Zuerst solltest du dir die Frage stellen, ob dein Baby die Beikostreife schon erreicht hat. Meist geschieht das mit ca. 6 Monaten, eventuell auch ein bisschen früher oder später. Es zeigt Interesse am Essen der anderen, ist motorisch dazu fähig, Stücke zu greifen und in den Mund zu befördern und macht vielleicht sogar Kaubewegungen nach.
  2. Dein Baby sollte mit nur geringer Hilfestellung dazu in der Lage sein, aufrecht zu sitzen. Das heißt, dass es z.B. in einem Hochstuhl mit Hilfe eines Polsters sicher sitzt und sich dabei auch wohl fühlt. Sollte dies nicht der Fall sein, dein Baby möchte aber schon mit dem Essen beginnen, kannst du es anfangs auch auf den Schoß nehmen. Das aufrechte Sitzen ist bei BLW unerlässlich, da die Gefahr des Verschluckens in liegender oder halb aufrechter Position sehr groß ist!
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Muziwu beim Erdbeereessen mit 6 Monaten

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1 Woche nach dem Beginn mit Baby led weaning

Wenn dein BLW-Anfänger also in freudiger Erwartung auf das bevorstehende Mahl im Hochstuhl oder auf deinem Schoß sitzt, kannst du ihm seine ersten Bissen präsentieren. Auch hier gibt es Tipps und Tricks für einen erfolgreichen Start:

  1. Wähle babygerechte Nahrung. Das heißt Nahrungsmittel ohne Salz oder Zucker. Besonders eignen sich für den Anfang Obst- oder Gemüsesticks, je nach Konsistenz roh (wie z.B. Banane, reife Birne, oder Gurke) oder gedünstet, eventuell auch gebraten, gebacken oder gekocht (z.B. Kürbis, Pastinake, Zucchini, Apfel). Anregungen für erstes Essen findest du in der Kategorie Baby.
  2. Schneide das Essen in babygerechte Stücke. Die optimale Form für kleine Babyhände ist die Form von Pommes frites, also etwa 1,5 cm dick und 6-7 cm lang. Dein Baby kann so geschnittenes Essen gut in der Faust halten und alles was aus der Faust herausragt „abbeißen“. Alles was in der Faust verschwindet, wird ein BLW-Anfänger noch nicht erwischen, aber das macht ja nichts. Du findest bei uns auch eigene BLW-Anfänger Rezepte, die auf die babygerechte Form eingehen.

Lege das Essen also einfach vor dein Baby hin und warte ab, schaue, staune. Auch zu diesem simplen Schritt gibt es Tipps. 😉

  1. Lass dein Baby an den gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen! Dein Baby isst dann, wenn du auch isst oder wenn alle essen. So kann es beobachten, was die anderen Familienmitglieder mit ihrem Essen machen und lernen, was es mit seinem eigenen Essen anstellen kann.
  2. Dein Baby sollte das Essen selbst in die Hand nehmen und zum Mund führen dürfen. Sollte es das am Anfang noch nicht tun, weil es nicht weiß, was es damit auf sich hat, habe Geduld! Wenn es regelmäßig die Chance hat am Familientisch zu sitzen und selbst zu essen, wird es früher oder später beginnen, Essen in den Mund zu nehmen.
  3. Sollte dein Kind würgen, bleib cool! Bei Babys liegt der Würgereflex noch ganz weit vorne auf der Zunge. Sie würgen also auch an Essen, das den Hals noch lange nicht erreicht hat. Meist kommen Babys damit gut alleine zurecht. Als Hilfestellung kann man langsam die Arme heben oder das Baby aus dem Hochstuhl heben und auf den Kopf stellen. Das war bei mir aber nie nötig, obwohl Babyhase des öfteren ein zu großes oder zu hartes Stück würgend wieder aus seinem Mund befördert hat. Nach ein paar Mal findet man das nicht mehr schlimm. 😉 Ich stand zugegebenermaßen bei Babyhases erster Karotte kurz vor einem Herzinfarkt, als er knallrot im Gesicht wurde, würgte, tränte und hustete. Babyhase kam aber gut selber damit zurecht. Nachdem er den Übeltäter erfolgreich wieder ausgespuckt hatte, ging’s mit dem Essen munter weiter.

Zum Schluss noch meine persönlichen Tipps:

  1. Schraube deine Erwartungen zurück! Die wenigsten Babys sind von Anfang an große Esser. Im Gegenteil! Oft dauert es eine halbe Ewigkeit, bis überhaupt etwas im Mund landet. Aber das ist ok, denn dein Baby braucht Zeit um zu begreifen, was da überhaupt passiert und Übung, um umzusetzen, was es verstanden hat.
  2. Lass dein Baby mit dem Essen spielen! Babys haben oft andere Vorstellungen von einer „erfolgreichen Mahlzeit“ als wir Erwachsenen. Es testet wie man Essen zerdrücken, hinunterwerfen, auf dem Hochstuhl verteilen, ausspucken oder im Wasserglas schwimmen lassen kann. Dein Baby lernt dabei über Konsistenz, Farbe, Form, usw. Es lernt das Essen auf vielfältige Weise kennen, vielleicht auch manchmal wie es schmeckt. Bleib cool, sei geduldig, spiel mit! 😉
  3. Vertraue dem Instinkt deines Babys! Dein Baby bestimmt, was, wieviel, wie schnell und auf welche Art und Weise es isst. Es weiß, welche Nahrung ihm gut tut und welche nicht, was es gerade braucht und was nicht. Du wirst staunen, wie zielsicher es mit der Zeit zu bestimmten Lebensmitteln greift und andere liegen lässt. Wenn mein Babyhase krank ist, isst er zum Beispiel nur Obst und Gemüse mit hohem Vitamin C-Gehalt. Wie er das weiß? Er hat wahrscheinlich noch unverfälschtes „Bauchgefühl“. Das kann aber nur funktionieren, solange er selbst bestimmen kann, was er isst und vor allem, was er übrig lässt. Voraussetzung ist dabei, dass man dem Baby eine Vielfalt verschiedener Lebensmittel anbietet. Das heißt nicht, ihm alles auf einmal vorzusetzen. Aber wenn es z.B. die Kartoffeln liegen lässt, mag es hinterher vielleicht trotzdem noch ein Stück Birne. Auch Essen, das das Baby einmal verschmäht hat, sollte man immer wieder anbieten. Nicht selten kommen die Kleinen irgendwann doch noch auf den Geschmack.
  4. Lass dich von den anderen nicht verrückt machen! Isst das Kind genug? Was ist mit den Tischmanieren? Ganz egal, wieviel Gramm Kartoffel-Gemüse-Fleischbrei andere Babys zum Mittagessen verdrücken (sollen), lass dich nicht aus dem Konzept bringen. Dein Baby bestimmt selbst!
  5. Habe Freude an den Fortschritten deines Babys, an seinem Entdeckergeist, an seiner Freude am Spielen, an seiner Selbständigkeit! 
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Muziwu mit 8 Monaten – Spaghetti und Wassermelone passen sehr wohl zusammen!

10 comments on “Wie funktioniert Baby led weaning (BLW)?”

  1. Raffaela Antworten

    hallo katha!
    eine freundin hat mir eure homepage weiterempfohlen… ich finde die rezepte echt klasse! 🙂 ich koche selber total gerne, bin ausgebildete köchin und liebe die ruck-zuck-rezepte!!

    weil du zu blw deine eigenen erfahrungen mitgeteilt hast (speziell zum teil „würgen“ kann ich einiges berichten!), hab ich fragen….
    bist du wirklich mit nur einem herzinfarkt davongekommen als deine muziwu zu essen begonnen hat? blw bereitet mir fast täglich mehrmals einen und irgendwie macht mich das doch ziemlich nervös!!! puhh!!
    mein kleiner mann isst seit drei wochen recht interessiert alles was ihm unter die nase kommt bzw. was wir essen und babygerecht ist (kartoffeln vom schnitzi usw.), er liebt marillen, melone, uvm., allerdings haut er so dermaßen rein wenn er selber etwas in den händen hält… das bedeutet für mich purer nervenkitzel bei jeder kleinigkeit (karottensticks usw.)
    wir haben nun den kompromiss „gefunden“ – alles was sich seeeehr leicht zergatschen lässt, als ganzes zerlutschen zu lassen bspw. pfirsich ohne haut (aber auch nicht selber halten zu lassen!), alles andere als brei! womit aber der blw/breifreie weg ausscheidet… wie siehst du das? war das bei euch zu beginn auch ähnlich?
    ich würde mich recht über deine rückmeldung freuen und bin gespannt, ob ich langfristige schäden davontrage, hihi 😉

    lg, raffaela

    • Katha Antworten

      Hallo Raffaela,
      freut mich, dass dir unsere Seite weiterempfohlen wurde und umso mehr, dass sie dir auch gefällt 🙂
      zu deiner Frage bzgl. würgen und Herzinfarkt:
      Muziwu hat Mitte Mai letzten Jahres (2014) mit der Beikost angefangen, da war sie fast 6 Monate alt, ich glau bes war eine Woche davor. Das ist natürlich jetzt schon eine zeitlang her und deshalb könnte es natürlich sein, dass sich meine Erinnerungen mittlerweise schon etwas rosa gefärbt haben… Was ich mich erinnern kann, gab es schon mehr Herzinfakrte, aber nicht so viele. Ich glaube, es waren ca. 3 richtig arge Situationen, bei denen ich innerlich um Hilfe geschrien habe und gebangt und gehofft hab und schon fast zum Helfen aufgesprungen bin. Aber das war nie notwendig bei ihr. Meistens waren es aber eher so Situationen, wo sie kurz gewürgt hat und es recht schnell wieder hoch gebracht hat und noch weit weg von rot anlaufen war. Muziwu ist und war schon immer eher eine Stopferin. Es überrascht mich nach wie vor, wie viel in diesen kleinen Mund hineinpasst und wie schnell die Hamsterbacken plötzlich leer sind und wieder frei für Nachschub sind.
      Zu deiner Kompromiss-Frage und wie ich das sehe:
      Ich persönlich sehe es nicht so, dass es kein BLW ist, wenn man Brei gibt, denn das Baby kann ja auch selber mit den Fingern oder dem Löffel den Brei essen. Muziwu hat auch oft Grießbrei oder Poridge in der früh bekommen, aber den Löffel selbst zum Mund geführt. Für mich geht es in erster Linie um die Selbstbestimmung des Kindes. Das mit dem Hinhalten ist schwer zu sagen, auch das kann vom Baby m.E. dirigiert werden. Aber ich finde man nimmt damit dem Baby sehr viele haptische Erfahrungen. Zudem kann das Baby, indem es vorher schon über die Hände die Konsistenz der Nahrung begreift, das Essen besser einschätzen, was einem Verschlucken auch vorbeugen kann.
      Muziwu hat erst mit 10 oder 11 monaten Karottensticks gegessen, und davor immer nur einmal wenn überhaupt kurz abgebissen und sich daran fast immer verkuzt und deshalb gleich links liegen gelassen. Dann hat sie plötzlich den Dreh heraußen gehaubt. Dasselbe mit Äpfeln, die hat sie etwa zur selben Zeit zu Essen begonnen, davor gar nicht.
      Muziau hat am Anfang Kartoffeln, Zucchini, Kürbis, Melone, Marillen, Banane, Erdbeeren geliebt. Das sind alles sehr weiche Sachen. Nudeln, Spätzle und Knödel und beim Fleisch Fisch, Hühnerfleisch oder sehr weichgekochtes Rindfleisch wie beim Rindsschnitzerl gehen alle super.
      Wie lange isst denn dein Kleiner schon?
      Reduzieren sich die Würge-Momente?
      Würgt er bei weichen Sachen auch oder nur bei Härteren?
      Wenn du noch etwas durchhältst wird sich das Würgen sicher reduzieren, aber ich denke, das wichtigste ist, dass DU dich bei der Beikosteinführung mindestens so wohl fühlst wie dein Baby und das heißt, wenn dich das nervlich zu sehr fertig macht, dann ist deine Kompromissvariante sicher besser als du machst auf Biegen und Brechen das originale Baby led weaning und stirbst dabei jeden Tag mind 3 mal täglich 1000 Tode. Du kannst ja dann von Zeit zu Zeit vermehrt Fingerfood geben. Wenns dir wieder zu viel wird, dann gehst du einen Schritt zurück und ansonsten einen Schritt weiter nach vorn. Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte. Viel Erfolg noch bei eurem Beikostunternehmungen und lass uns wissen, wie ihr nun weitermacht und sich das ganze entwickelt!
      GLG Katha

    • Iris Antworten

      Liebe Raffaela,

      nachdem Katha grad auf Urlaub ist, antworte ich einfach mal. Erstmal danke für das Lob!!! Dass es von einer Köchin kommt, freut mich da gleich noch viel mehr. 🙂

      Also das mit dem Herzinfarkt war ich mit meinem Babyhasen (der Mix aus Muziwu-Fotos und Babyhasen-Gschichten ist hier vielleicht ein bissl verwirrend ;-)).Jetzt weiß ich natürlich nicht, wie viel, wie oft bzw. wie stark dein Baby würgt. Wenn es noch ganz klein ist, kann es sein, dass es noch nicht wirklich beikostreif ist und mit dem Essen generell noch nicht zurecht kommt. Ansonsten ist das Würgen eine normale Begleiterscheinung bei BLW. Und nun zu deiner Frage: Ja, ich bin mit einem knappen Herzinfarkt davongekommen. Allerdings hat der Babyhase nicht andauernd stark gewürgt. Bei Karotten allerdings immer. Die haben wir deshalb einfach eine Zeit lang weggelassen und mit weicherem Gemüse weitergemacht. Wenn er gewürgt hat, ist er gut selber damit klar gekommen. Wir mussten ihm ein oder zweimal die Arme langsam anheben, um ihm zu helfen. Ansonsten hat er das wie gesagt allein geschafft. Und nachdem er das „störende“ Essen aus dem Mund befördert hatte, munter weitergegessen. Er hat also – wie die meisten Babys in diesem Alter – nur gewürgt und sich nicht wirklich verschluckt. Ist das bei euch auch so? Nach einiger Zeit war ich viel entspannter und habe das Würgen zwar aufmerksam beobachtet, damit ich im Zweifelsfall eingreifen konnte, es war aber nicht nötig. Nach 2 bis 3 Monaten war das Würgen praktisch ganz weg. Bei Katha war das sehr ähnlich. Wir haben das Essen für unsere Babys nicht gehalten, das haben sie immer selber getan. Brei haben wir schon hin und wieder gegeben, aber nur, wenn wir auch was Breiiges hatten. Also Kartoffelpüree z.B. oder Porridge zum Frühstück und auch da haben wir eher einen gefüllten Löffel zum Selberhalten angeboten, als zu füttern.
      Ansonsten kann ich dir nur empfehlen einen Erste-Hilfe-Kurs speziell für Babys zu besuchen, wo normalerweise auch auf das Thema Verschlucken eingegangen wird. Viele Mamas, die sowas gemacht haben, sagen, dass sie dann viel entspannter waren, weil sie wussten, was im Notfall zu tun gewesen wäre.
      Ich hoffe, ich konnte dir damit ein bisserl helfen und wenn du noch Fragen oder Anregungen hast, dann immer nur her damit 🙂
      Alles Liebe
      Iris

  2. Christina Antworten

    Huhu! Haben auch mit ca. 5 Monaten gestartet, da unsrer einfach „WOLLTE“ von sich aus. Und kann nur bestätigen, jetzt nach 3 Wochen und inzwischen angelangt bei Gemüse-Fritatta und Faschierten Laibchen, dass es klappt, wenn das Kind wirklich von sich aus dazu bereit ist. Denk mir zwar auch manchmal „ob das gut geht!?“ aber er spuckts ggf. wieder aus, und seitdem er als BLW-Einstieg vor meinen Augen eine Scheibe Schwarz-Brot weggefuttert hat und auch mit der Rinde zurechtkam schreckt mich nichts mehr! Glaube auch, je mehr zutrauen und vertrauen du in dein Kind hast, umso besser klappts! Fang einfach mit Sachen an, wo du merkst, es ist leicht zermatschbar – bei uns waren das Gurke, Melone, Avocado, gedünstete Karotten, Kartoffeln, reife Birne, Banane, Brokoli… dann kam Brot, inzwischen sind wir eben bei Fleisch, Pancakes, Nudeln & ähnlichem angelangt. Und Schalen entferne ich auch noch überall, zb gabs letztens mal da vorhanden Paprika aus dem Backrohr, aber die schale fand ich schon vom optischen her „ungut“ zum zermatschen mit dem Gaumen in gebackenem Zustand.
    Denk mir, es muss für beide Seiten passen, und man hantelt sich einfach gemeinsam mit jeder neuen Sache weiter voran. Und wenns mal nicht klappt, dann wird eben das ganze erst ein paar Wochen später wieder ausprobiert. Niemand verlangt dass dein Kind ein Schnitzel nach ner Woche ist 😉
    Aber wenn du unsicher bist, empfiehlt es sich wirklich viell. einen 1. Hilfe Kurs zu machen, damit du im WorstCase ruhiger und gelassener agieren kannst? Will BLW nimmer missen, und die Rezepte hier sind wirklich super, ob 1:1 nachgekocht oder einfach als Inspiration!!

    • Iris Antworten

      Hallo Christina,
      danke für deinen tollen und – so denke ich – Mut machenden Kommentar! Wir haben auch besonders die Anfangszeit sehr genossen 🙂 Und vielen Dank natürlich auch für das Lob 😉

  3. Pingback: Ist mein Baby beikostreif? - Babyspeck & Brokkoli

  4. Barbara Antworten

    Hallo
    Erstmal grosses Lob zu eurem Blog, eurem youtube channel und eurer fb Seite. Sehr sympathisch und informitav!!!!
    Mein Sohn ist nun 7 1/2 Monate und wir starteten mit blw mit ca 6 Monaten.Er wird voll gestillt und isst/spielt nach Lust und Laune 🙂 bis jetzt gaben wir ihm Gemüse und Obststicks, Nudel,Brot und Maisstangen. Möchte irgendwann natürlich dass er von unsren Speisen mit isst. Natürlich salz und zuckerfrei.wie ist es zb mit Joghurt, Käse anderen Milchprodukten. Ist das alles ok? Ich verwende selbst nur pflanzliche Milch und möchte auch dass mein Sohn keine Kuhmlich bekommt.Topfen,……esse ich aber ganz normal.
    Wenn Fleisch in Öl angebraten ist, ist das ok oder?
    Habe mir letztens von alnatura so ein pures apfelmark mit mango gekauft( kein babybrei) und mein sohn hat auch gekostet und hätte wahrscheinlich das ganze glas aufgegessen. Habe ich ihm allerdings gefüttert. Er fand es toll.wollte ursprünglich auf babyGläschen ganz verzichten.wie seht ihr das? Wenn nur die pure frucht drin is u wieviel ist ok? Zu viel obst? Diese versch meinungen….:)
    Ausserdem würde ich gerne wissen was ihr so an „Zubehör“ verwendet habt 🙂 wir haben das table top von stokke und sind sehr zufrieden.auch die happy mat wird bald einziehen. Welches Besteck ist zu empfehlen? Plastik oder gleich normales Kinderbersteck? Und Welche trinklernbecher to go könnt ihr denn so empfehlen? Zu hause trinkt mein sohn wasser,mit hilfe aus einem kleinen schnapsglas. Wenn wir unterwegs sind hätte ich gerne eine auslaufsichere alternative aus glas mit schnabelaufsatz. Bis jetzt habe nur die von lifefactory od emil die flasche gesehen? was habt ihr so genommen?vom magic cup von nuk habe ich auch schon viel gehört,allerdings ist der aus plastik…
    So viele fragen…:)
    Vielen Dank fürs Beantworten
    Lg aus Kärnten Barbara

    • Iris Antworten

      Hallo Barbara,

      erstmal danke für das viele Lob! Das freut uns immer ganz besonders. Zu vielen deiner Fragen haben wir youtube-Videos geplant, aber die kommen erst im neuen Jahr, drum hier mal meine ersten Antworten. Zuerst: Katha und ich haben nicht immer alles gleich gemacht, aber bei unseren wichtigsten „Prinzipien“ waren wir uns immer einig.

      1.Milchprodukte: Kuhmilch haben wir beide im ersten Jahr schon gegeben, aber nicht als Trinkmilch sondern nur zum Kochen. Von Topfen und Käse (auch Frischkäse) im ersten Lebensjahr wird von offizieller Stelle abgeraten, weil der Proteingehalt für Babys viel zu hoch ist. Daran haben wir uns im Großen und Ganzen gehalten, es wirklich nur ausnahmsweise mal verwendet oder wenn wir eingeladen waren, aber erst gegen Ende des ersten Lebenjahres und dann haben wir auf den Salzgehalt geschaut. Ich weiß, dass das ganz viele Eltern viel lockerer sehen, aber uns war das wichtig. Angefangen haben wir dann beide mit Mozzarella und Emmentaler, wegen des geringeren Salzgehaltes im Vergleich zu anderen Käsesorten. Joghurt kann man laut Beikostempfehlungen aber schon ab 6 Monaten geben. Da habe ich am liebsten das fettreiche griechische Joghurt genommen. Für Babys sollte man ohnehin keine fettreduzierten Produkte verwenden, weil sie viel Platz im Magen brauchen ohne die nötigen Kalorien zu liefern. Auch mit Obers oder Rahm habe ich hin und wieder gekocht. Aber seltener als vor dem BLW-Start.

      2. Fleisch: habe ich für meinen 7-8 Monate alten Zwerg auch in Öl gebraten. Hochwertig sollte es sein und hocherhitzbar. Rapsöl ist z.B. gut.

      3. Obstmark: gab’s bei uns ganz viel. Der Babyhase hat das so geliebt! Ich hab es auch entweder gekauft – Babygläschen, Alnatura-Gläschen auch oder selbst gemacht. Oft hab ich es geschichtet – mit Joghurt und Schmelzflocken und vor dem Essen vermischt. Das hatten wir auch viel als Snack für unterwegs. Und ganz oft gab es Smoothies zum Löffeln. Wichtig war mir auch, dass nur Obst drin ist, aber kein Fruchtsaft um es zusätzlich zu süßen. Wenn’s das reine Obst ist, nicht die konzentrierte Obstsüße, habe ich mir da keine Sorgen gemacht. Obst hat er sich auch gern eingeben lassen, es richtig eingefordert. Aber nur Obst, sonst nix 😉 Er isst noch immer Obst in rauen Mengen, dafür gibt’s bei uns sonst kaum Zucker oder Zuckerersatz (egal welchen) und im 1. LJ gab’s zugesetzten Zucker gar nicht.

      4. Zum Zubehör gibt’s bald ein Video von uns, das ist sogar schon fertig. Ich hatte den Antilop-Sessel von Ikea, geschenkte Melamin-Teller und ein Schüsserl, Ärmellätzchen, geschenktes Kinderbesteck haben wir auch. Katha hat Teller und Shhüsserl aus Bio-Plastik. Wir hatten auch die obligatorischen Plastiklöfferl, aber mit den normalen immer mehr Erfolg und die wurden definitiv auch viel häufiger und lieber benutzt. Außerdem funktionieren meiner Erfahrung nach Kuchengabeln um einiges besser als Kinderbesteck. Wir haben das vom Hofer – das gibt’s immer wieder mal. Das Messer davon ist echt super. Schöne Größe und schneidet ok. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Der Babyhase kann gut damit umgehen.

      5. Trinken hat der Babyhase auch aus dem Schnapsglasl gelernt und irgendwann wurden die Glasln immer größer 😉 Wir hatten einen Trinklernbecher von Mam mit zwei verschiedenen Aufsätzen, mit dem waren wir sehr zufrieden – aber Plastik. Jetzt haben wir die Kinderflasche von Sigg, die ist aus Metall mit Plastikaufsatz, da kommt aber ziemlich viel raus. Für später kann ich die definitv emfpehlen, die ist absolut auslaufsicher! Mit Glasflaschen hab ich da leider keine Erfahrung.

      Und noch zu den ganzen verschiedenen Meinungen dazu, was erlaubt ist und was nicht. Ich denke, das muss jeder selber entscheiden, was er gut findet und was nicht. Es gibt ein paar ganz klare Empfehlungen zur Beikost, an die wir uns gehalten haben: kein Salz, kein Zucker, im 1. Lebenjahr Käse und Kuhmilch als Trinkmilch meiden, Ceylon-Zimt anstatt Cassia-Zimt verwenden. Auch bei ein paar anderen Lebensmitteln sollte man vorsichtig sein, sie nicht zu oft oder nicht zu früh anbieten. Dazu gehören z.B. Quinoa oder Soja-Produkte. Ansonsten haben wir einfach frisch gekocht, auf Abwechslung geachtet und uns von unseren Mägen und denen unserer Babys leiten lassen 😉

      So, ich hoffe ich habe keine Frage vergessen, wenn noch welche auftauchen, immer nur her damit 🙂 Und viel Spaß dir und dem Kleinen beim Essenlernen!

      Alles Liebe
      Iris

  5. Mosi Antworten

    Hallo! Ich habe im Vorfeld mit Spannugn alle youtube Videos gesehen und mich jetzt auch mal in die Rezepte vertieft. Meine Maus ist jetzt fast 24 Wochen alt und ganz faziniert von Essen und Menschen die etwas essen. BLW hat für mich einfach mehr Sinn gemacht als die Breipläne usw und so haben wir gestern unseren Anfang gewagt – mit Banane. OMG ist das ne matschige Angelegenheit gewesen!!! Ich hab die Banane zwar 3geteilt (hab ich irgendwo mal gelesen, dass dies dann nicht so glitschig ist) aber richtig greifne konnte sie das nicht und war dann super frustriert. Beim nächsten Mal hab ich die Banane gematscht. So hat sie dann den „Matsch“ von ihrer Faust gelutscht. Dies war zwar genau so matschig aber immerhin ohne Frust 🙂 Was ich besonders beeindruckend fand (ich hatt große Angst wegen dem Verschlucken) egal wie groß die stücke waren die sie abgebissen hatte. Die Zunge hat sie tatsächlich alle wieder rausgeschmissen. Das beruhigt mich irgendwie ein bisschen.

    Hat jemand noch ein paar Tipps was man evtl. zum Anfang noch anbietne kann. evtl. etwas was nicht so extrem machtischig ist? bzw tipps wie man das Kind am besten zum essen anzieht? Im body essen lassen? Wie habt ihr das gemacht? Würde mich über Antworten freuen!

    Liebe Grüße

    • Iris Antworten

      Hallo Mosi,

      du kannst eigentlich fast alles anbieten. Nur Karotte und Apfel haben bei uns nicht so gut funktioniert. Aber Zucchini, Birne oder Gurke könntest du probieren. Saisonbedingt würde ich jetzt vielleicht auch Pflaumen probieren. Fenchel hatten wir am Anfang auch und der ist sehr gut angekommen. Kathas Muziwu war am Anfang besonders von Kartoffeln und Kürbis begeistert. Kartoffeln konnte mein Babyhase wiederum gar nicht ausstehen. Das heißt: probier einfach viel aus. Wenn ihr Zucchini esst, dann kriegt die Kleine das eben auch, genauso bei anderen Obst- und Gemüsesorten. Erstes Getreide waren bei uns Polentasticks, die hatten wir auch schon ziemlich bald.
      Wir haben Ärmellätzchen benutzt und das Essen einfach auf das Tablett des Hochstuhls gelegt. Unter dem Hochstuhl hatten wir eine Plastiktischdecke. Dann konnten wir Runtergefallenes auch mal wieder aufheben und es war sehr leicht zu reinigen. Dazu haben wir eigentlich schon vor Ewigkeiten ein Video gedreht. Wird Zeit, es endlich mal online zu stellen. 😉

      Ich hoffe, ich konnte dir damit ein bisschen helfen.
      Alles Liebe,
      Iris

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